Ab dem heutigen Freitag findet im White Rabbit eine neue "Dark Drum and Bass"-Partyreihe statt

Laura Wolfert

Am Freitag findet zum ersten Mal die "Komplex 175+" mit "Dark Drum and Bass Sessions" im White Rabbit statt. Doch was heißt das eigentlich? Veranstalter Wil Schrade hat mit uns über seine neue Parytreihe gesprochen:



"Ich habe mich verliebt und bin deswegen nach Freiburg gezogen", sagt Wil Schrade. Seit 2010 legt er unter dem Pseudonym Krytika auf und veranstaltet Events. Seit zwei Jahren hat Schrade sein eigenes Record Label: Krytica Productions – der Hauptträger der Komplex 175+ : eine Partyreihe, die sich auf komplexere Beat-Strukturen ab 175 BPM  fokussiert.


Der 28-Jährige stammt ursprünglich aus der Crach-Record-Crew – ein ehemaliges Freiburger Label, das inzwischen international verbreitet ist. Seine Crew hat vergangenes Jahr im White Rabbit unter ihrem Namen eine "Label-Night" veranstaltet. "Die lief sehr gut – daraus ist die Komplex 175+ entstanden", sagt Schrade.

Ursprünglich kommt der 28-Jährige aus Schwäbisch-Hall, wie auch sein DJ-Kollege "Freemerge". "Als ich etwa 16 Jahre alt war, habe ich ihn das erste Mal im Club Alpha auflegen gehört", sagt Schrade. Sein Freund Freemerge habe damals schon diesen speziellen Drum-and-Bass-Stil gespielt. "Früher war ich eher auf der Punkrock-Schiene unterwegs. Er hat mich später zu Drum and Bass gebracht".

Geboten wird: Dark Drum and Bass und ein Back-to-Back

Beide, Freemerge und Schrade, werden am Freitag im White Rabbit auflegen. Die Party startet ab 23 Uhr. Abstractus, ein Freiburger Grafik-Künstler, fängt mit seinem Debüt-Opener-Set an. Es übernimmt Sirco-Drive. Nach dem der Veranstalter alias Krytica persönlich auflegt, gibt es im Anschluss ein schizophrenes Back-To-Back mit Jezuz Fistus und Freemerge.

Eigentlich spielen bei einem Back-To-Back zwei unterschiedliche DJs mit- oder gegeneinander. Bei Freemerge und Jezuz Fistus handelt es sich aber um ein und dieselbe Person. "Er hat zwei Pseudonyme und kann sozusagen gegen sich selbst spielen", sagt Schrade. Als Freemerge spiele er eher ravelastig, als Jezuz eher härteren Drum and Bass: Dark Drum and Bass.

Das sei einfach eine etwas härtere, düstere Variante. Seit Anbeginn der D-B-Szene gebe es dieses Sub-Genre schon. "In Freiburg ist das aber relativ neu", sagt Schrade.



Eine Alternative zum alltäglichen Mainstream

In Freiburg gibt es momentan zwei größere Partyreihen: "Heavy" und "Jungle Club". Bei letzterer habe Schrade vor einem Monat bereits als Gast-DJ aufgelegt. "Das sind mittlerweile gute Freunde von mir. Ich würde mich auch in die Freiburger Drum and Bass Szene – mit den Locals die hier spielen - rein kategorisieren".

Komplex 175+ sei eine label-unabhängige Veranstaltungsreihe und nicht-kommerziell: Die Künstler könnten sich ausleben, ihnen werde nicht vorgeschrieben, was sie spielen sollen. "Es ist mir außerdem wichtig, dem Publikum zum alltäglichen Mainstream eine Alternative zu geben. In Freiburg gibt es ja relativ viel Techno, Tech-House-Veranstaltungen", sagt der Freiburger.

Die Veranstaltungsreihe soll regelmäßig stattfinden, auch deutschlandweit. Wie regelmäßig und wann genau, könne Schrade aber noch nicht genau abschätzen.

Mehr dazu:

Was: Komplex 175+ - Dark Drum and Bass Sessions
Wann: Freitag, 20. Mai 2016, 23 Uhr
Wo: White Rabbit

Unter allen, die die Komplex 175-Facebook-Page liken, sollen zudem zwei Eintrittskarten verlost werden. [Foto: Promo]