Aahh! It's Halloween

Lorina Hafner

Partyplaner für den Feiertag: Halloween steht vor der Tür und vor lauter Events weiß man gar nicht, wo man hingehen soll. Warum man Halloween überhaupt feiert und woher dieser Brauch kommt, wissen nur wenige. Eine kleine Kürbiskunde.

Der Brauch stammt ursprünglich aus dem keltischen und aus dem irischen Raum. Im keltischen Kalender symbolisiert die Nacht vom 31.Oktober auf den ersten November den Jahreswechsel. Der Sommer ist die Jahreszeit der Göttin, der Winter die Jahreszeit des Todesfürsten Samhain. Nach keltischem Glauben übergibt das Leben (der Sommer) in der Halloweennacht die Herrschaft für ein halbes Jahr an den Tod (den Winter). Man glaubt, dass die Trennwand zwischen der Welt der Toten und der Welt der Lebenden in dieser Nacht besonders dünn sei, so dass die Toten in unsere Welt hinüberkommen können, um sich den Körper eines Lebenden zu suchen. Die Menschen hatten furchtbare Angst davor, ihrem Körper beraubt zu werden und verkleideten sich mit schrecklichen Kostümen, damit die Toten und Geister sie nicht als Lebende erkannten. Früher feierten vor allem die Iren Halloween, bis irische Auswanderer den Brauch in die USA brachten. Rasch wurde er populär, heutzutage ist er ein wichtiges Volksfest in den USA und in Kanada. In den vergangenen Jahren ist der Schauertrend nach Europa geschwappt, mit dem Unterschied, dass es hier eher fröhlich als gruselig zugeht.

Der Name Halloween ist vom Begriff „All Hallow’s Eve“ (Vorabend von Allerheiligen) abgeleitet, welcher aus dem Christentum kommt. Warum ein christlicher Name, wenn der Ursprung heidnisch ist? Die Menschen waren von der damals neuen Religion, dem Christentum, zwar relativ leicht zu überzeugen, doch hielten sie an ihren keltischen Wurzeln und Traditionen fest. Deshalb versuchten die Christen, die alten Bräuche zu christianisieren. Im Jahre 837 legte das Christentum Allerheiligen auf den ersten November. Die Menschen mussten sich nicht umstellen, das christliche Oberhaupt hatte die heidnischen Bräuche erfolgreich unterdrückt und umgepolt.

Typisch für Halloween ist das Kürbisschnitzen, das auf folgende Sage zurückgeht: Jack O’Latern, einem irischen Schmied und Trinker, erschien eines Tages der Teufel, der ihn in sein Reich mitnehmen wollte. Jack bat ihn um einen Gefallen: ein letztes Mal einen saftigen Apfel zu essen. Der Teufel kletterte auf den Baum, um ihm seine Henkersmahlzeit zu holen. Jack nutze die Situation und ritzte rasch ein Kreuz in die Rinde des Baums. Da der Teufel nun gefangen war, machte der Ire einen Deal mit dem Fürsten der Finsternis. Er entfernte das Kreuz, nachdem der Teufel versprach, niemals Jacks Seele zu holen.Nach seinem Tod wurde O’Latern an der Himmelspforte der Eintritt verwehrt, da er viel Böses in seinem Leben getan hatte. Auch am Höllentor gewährte man ihm keinen Zugang, da der Teufel sein Versprechen einhielt. Weil es so dunkel und kalt war, bekam Jack vom Teufel ein Stück Kohle direkt aus dem Höllenfeuer.

Damit dieses nicht erlosch, legte er es in einen ausgehöhlten Kürbis und machte sich auf den Weg. Seither wandert seine verdammte Seele durch die dunkle, finstere Nacht. Das Typische und auch Bekannteste an Halloween sind wohl die Süßigkeiten.Von Haus zu Haus laufen die Kinder und fordern: Süßes oder Saures (Trick or Treat). Bekommen sie nichts oder macht niemand auf, kann es schon sein, dass die Kinder Klopapierrollen in den Garten werfen oder Eier gegen die Hauswand schmeißen. Soweit zur Halloween-Historie. Jetzt geht’s auf die Piste.


Party-Empfehlungen für Halloween:

Drifter's: Steven Coppers Geburtstagsparty | DJs: Steven Cooper, M-Si (Stuttgart) |House | 23 Uhr F-Club: Black Halloween Special | DJ Al Kapone |HipHop | 23 Uhr Funpark: Grosse Halloween Black Sensation | Charts Black Schlager | 21 Uhr Glamour: Halloween Black Sensation | DJ B-Phisto | HipHop Reggaeton | 23 Uhr Inside (EM): Etwas hat überlebt | Techno Elektro Minimal House | 22 Uhr Jackson Pollock Bar: Halloween Beatsalon Special | The Living Things (Schopfheim) und DJ Psycho Jones | Rock | 22 Uhr Jazzhaus: Tarantino-Party | From Old-skool-Funk to Desert Rock| 22 Uhr (Ermäßigung im Tarantino-Outfit) JUZE Denzlingen: Esperanza Soundsystem meets Samadhi | 22 Uhr Kagan: Fashion Show mit Studio S Models und Alprausch | DJ Top Dan | House Rn' B Funk | 20 Uhr Les Gareçons: Geisternacht | Terrorschwestern und DJ Mike de la Cruz | House Rn'B | 22 Uhr Ruefetto: Gute Musik | DJs: Mr. Brightside, La Breeze | Indie Rock| 22 Uhr Universal D.O.G. (Lahr): Fear the Night 7 | Black Music R n' B | 24 Uhr