9 Tipps, wie Du als Ersti Dein Leben auf die Reihe kriegst

Sofia Conraths

Du bezahlst zum ersten Mal Miete, meldest Dich zum ersten Mal um, trennst vielleicht sogar zum ersten Mal Müll - ganz egal: Wir sagen Dir, wie du's richtig machst. Damit nachher nicht der Fußboden brennt (Nummer 5).



1. Miete



Zuerst einmal ist ein gründlicher Kassensturz angesagt. In einer Studierendenstadt wie zum Beispiel Freiburg sind WG-Zimmer teuer und begehrt. Bei zu knappen Kalkulierungen kann es zu Schwierigkeiten kommen, vor allem wenn Nebenkostennachzahlungen anstehen. Was den Mietvertrag angeht, empfiehlt Katrin Hartwig, Geschäftsführerin des Mietervereins Regio Freiburg: "Der Mietvertrag sollte – vor Unterschrift – genauestens durchgelesen werden."

Es besteht kein Rücktrittsrecht! Unklarheiten müssen unbedingt vor Mietvertragsabschluss geklärt sein." Falls einzelne Klauseln nicht schlüssig sind, rät Hartwig dazu, entweder beim Vermieter nachzufragen oder sich rechtlich beraten zu lassen, etwa bei einem Mieterverein.

 

2. Mietkaution



Die Mietkaution dient der Absicherung des Vermieters für den Fall, dass der Mieter die im Vertrag aufgelisteten Vereinbarungen nicht erfüllt, insbesondere die Miete nicht zahlt oder Schäden in der Wohnung hinterlässt. Üblicherweise überweist der Mieter seinem Vermieter den vereinbarten Betrag von zwei bis drei Kaltmieten, welchen dieser dann auf einem Kautionskonto anlegt, bis der Mietvertrag endet.

 

3. Betriebs-/Nebenkosten




Zusätzlich zur monatlichen Miete, fallen in einem Mietverhältnis auch die sogenannten Betriebs- und Nebenkosten an. Da wären zum Beispiel die Grundsteuer, die Wasserkosten, die Straßen- und Treppenhausreinigung und die Gebühr fürs Kabelfernsehen. Die Höhe der Betriebskosten ist wichtig, da es sich dabei um laufende Kosten handelt. In der Regel wird eine monatliche Pauschale vereinbart. Einmal jährlich bekommt der Mieter die Nebenkostenabrechnung. Darin steht, ob er noch nachzahlen muss oder sogar vom Vermieter etwas zurückbezahlt bekommt.

 

4. Müll



Im Haushalt sammelt sich täglich Müll an – von alten Zeitungen über Batterien und Glühbirnen bis hin zu Restmüll und Bioabfall. Und obwohl die Deutschen für ihre akkurate Mülltrennung bekannt sind, passieren beim Recyceln oft Fehler. Wie was getrennt und sortiert wird, wird beispielsweise auf der Internetseite der Abfallwirtschaft Freiburg erklärt. Ob der Mieter eine eigene Mülltonne bestellen muss oder es schon eine Gemeinschaftstonne fürs Haus gibt, ist beim Vermieter zu erfragen.  

5. Heizkosten



Egal ob Zentral- oder Etagenheizung – ein Sparplan kann von großem Nutzen sein. In diesem wird geklärt, wer beim Betreten oder Verlassen der Wohnung die Heizung hoch- und runterdreht. Die Heizkosten sind Teil der Nebenkosten. Um Schimmel vorzubeugen, ist neben dem Heizen auch das richtige Lüften wichtig: Empfohlen wird, mindestens drei Mal täglich zehn Minuten lang die Fenster voll zu öffnen.

 

6. Strom



Wer nicht in eine WG zieht, in der Strom und Wasser in der Regel in den Nebenkosten inbegriffen sind, muss einen Vertrag mit einem Stromanbieter abschließen. Informationen zu Anbietern und Tarifen finden sich hier.  

7. Telefon



Wer in eine Wohnung zieht, muss für die Nutzung von Festnetz und Internet einen Telefonanschluss anmelden. Dafür ist der Kontakt zur gewünschten Telefongesellschaft unumgänglich, um einen Festnetzvertrag abzuschließen. Danach heißt es oft Warten – bis die Freischaltung der Leitung erfolgt.

 

8. Sicherheit



Über die Haftpflichtversicherung werden Schäden abgedeckt, die der versicherte Mieter Dritten zufügt. Bei einer Mietbürgschaft verpflichtet sich ein Dritter (meistens die Eltern), für Schulden aus dem Mieterverhältnis zu haften.

 

9. Ummelden



Sobald der Umzug geschafft ist, steht die Ummeldung von der alten zur neuen Adresse an. Das macht man bei der Kommune – also der Stadt oder der Gemeinde, in der man wohnt – beim Einwohnermeldeamt. Damit die Post unkompliziert aus der alten in die neue Wohnung kommt, kann bei der Post ein Nachsendeantrag für sechs oder zwölf Monate in Auftrag gegeben werden.

   

Infos

Wer Hilfe bei der Wohnungssuche rund um Freiburg oder Offenburg braucht, dem bietet sich das Studierendenwerk Freiburg als Anlaufstelle an. Renate Heyberger, die dort stellvertretende Geschäftsführerin ist, empfiehlt Neuankömmlingen die Website des Studierendenwerks.

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[Fotos: via Giphy]