9 Dinge, mit denen Du jeden Kassierer nervst

Maren Kläger

Stress, viele Kunden und dann dieses ständige Piepen: Supermarktkassierer haben einen harten Job. fudder-Autorin Maren hat mit einer ehemaligen Kassiererin aus Freiburg über die Arbeit gesprochen – und darüber, was besonders nervt.

1) Diskutiere über alles und belehre den Kassierer, wie er seinen Job zu machen hat. Da er diesen Job nur mehrmals die Woche ausübt, weiß er das nicht.

Ganz gleich, ob es darum geht, in welchen Münzen du dein Rückgeld ausgezahlt bekommen willst, oder warum der Supermarkt ein bestimmtes Produkt aus dem Sortiment genommen hat: Diskussionen und Extrawünsche halten den Verkehr auf und reizen Kassierer und Mitanstehende.

2) Halte Münzgeld am besten so lange wie möglich in deiner Hand, sodass es schön lauwarm und feucht wird - Kassierer lieben das!

Falls du dir nicht vorstellen kannst, wie unangenehm das ist, stell dir einfach eine angewärmte, leicht feuchte Klobrille vor.

3) "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold." – Stimmt so an der Kasse nicht.

Die Binsenweisheit ist vielleicht in einigen Situationen zutreffend, nicht jedoch an der Kasse. Die meisten Kassierer bemühen sich, nett zu den Kunden zu sein und freuen sich ungemein, wenn die Kunden diese Freundlichkeit zurückgeben und ihnen ihren Job ein bisschen versüßen. Schweigende Miesepeter an der Kasse verunsichern nicht nur, sondern sorgen auch noch für schlechte Laune.



4) Wenn es mal etwas länger geht: Genervtes Aufseufzen, demonstrative Blicke auf die Uhr und das Fordern nach einer neuen Kasse machen dich automatisch zum Hassobjekt aller Kassierer.

Denn meistens können diese kaum etwas dafür, wenn beispielsweise die Kasse einen technischen Defekt hat und sich alles etwas verzögert. Und falls sich ein Kassierer tatsächlich sehr ungeschickt verhält und somit alles ein bisschen langsamer vorangeht: Kassierer sind auch nur Menschen und haben auch schlechte Tage. Und kommt es auf die paar Minuten wirklich an? Demonstratives Hetzen verunsichert einen bemühten Kassierer nur noch mehr. Außerdem: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch hinaus.

5) Überlege dir vorher, ob du den Kassenbeleg haben willst oder ob du eine Paybackkarte hast.

Denn Kassenbelege aus dem Müll fischen und Paybackpunkte extra noch einmal umbuchen bringt immer wieder Spaß und Freude.

6) Lass dir beim Einpacken deiner Ware ausreichend Zeit und bezahle im Idealfall auch erst danach. In der Ruhe liegt die Kraft!

... nicht. Natürlich ist kein Kassierer der Usain Bolt des Warenscannens, dem man es beim Eintüten gleichtun müsste, aber er bemüht sich dennoch, deinen Einkauf zügig zu Ende zu bringen. Daher kannst du ihn dabei gerne unterstützen.



7) Benutze bloß keinen Warentrenner!

Denn wer braucht die schon? Kassierer können riechen, was von dir und was von dem darauffolgenden Kunden ist.

8) Lege eine Minute vor Ladenschluss genüsslich deinen Wochenendsgroßeinkauf auf das Band.

Jeder Kassierer freut sich nach einer anstrengenden Schicht auf seinen wohlverdienten Feierabend. Vermiese ihm diese Freude nicht, indem du noch den halben Supermarkt leerkaufst, sondern versuche, deinen Einkauf besser zu timen.

9) Zum Schluss noch der Klassiker: "Moment, ich hab's passend."

Hildegard, 84, wird an dieser Kasse noch 85.

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