Das kotzt mich an

9 Dinge, die Pizzaboten in den Wahnsinn treiben

Dorothea Winter

Ungeduldig, unfreundlich und unauffindbar. So verhalten sch einige Kunden von Pizzaboten. fudder hat mit einem Pizzalieferanten gesprochen und ihn gefragt, welche Dinge ihn in den Wahnsinn treiben.



1. Seid unauffindbar

Es ist auf jeden Fall hilfreich, wenn der angegebene Name auch auf der Klingel steht. Ansonsten solltet ihr das einfach vorher kurz anmerken. Wie sollen wir euch finden, wenn weit und breit kein Name an der Haustür oder der Klingel steht und 20 Parteien in dem Haus wohnen? Das gleiche gilt für diejenigen, die möchten, dass wir anrufen, sobald die Pizza da ist und dann einfach nicht rangehen. Wir Pizzaboten sind eigentlich immer im Zeitdruck und das macht unnötig Stress.

2. Gebt kein Trinkgeld

Gerade wenn über die gängigen Online-Portale bestellt und online auch bezahlt wird, bekommen wir Fahrer zu 95% kein Cent Trinkgeld. Das Gehalt der Pizzaboten ist auf das Trinkgeld ausgelegt und es gehört sich einfach, ein paar Euro aufzurunden.

3. Seid unfreundlich und ungeduldig

Manchen Leuten merkt man die schlechte Laune schon beim Hallo sagen und Tür aufmachen an. Und diese wird dann oftmals an uns ausgelassen. Eine Grundhöflichkeit sollte man eigentlich erwarten können. 15 Minuten nach der Bestellung eine frische Pizza in Opfingen zu erwarten und wenn dies nicht der Fall ist, im 5-Minuten-Takt anzurufen, ist sehr unangenehm für den Fahrer. Alle sind im Stress und versuchen, möglichst schnell die Pizza zu den Kunden zu bringen. Gerade in der Wiehre gibt es nun mal oft Stau und viele Baustellen. Wir können die Pizza leider noch nicht mit Drohnen liefern.

4. Wohnt im 20. Stock und der Aufzug ist defekt

Nun ja, wir verstehen ja, dass ihr nicht einkaufen gehen wollt, wenn ihr im 20. Stock wohnt und der Aufzug nicht geht. Aber uns Pizzaboten einen Halbmarathon bei der Zustellung absolvieren zu lassen ist nicht die Lösung. Zumindest vorher Bescheid sagen, wäre angebracht.

5. Euer Hund will spielen – oder eben nicht

Wie wir alle wissen, sind eigentlich alle Hunde "super freundlich" und wollen "nur spielen". Wenn die Tür aufgemacht wird und uns ein 50 kg schwerer Rottweiler entgegen springt, ist das für uns kein Spiel mehr. Meistens lässt sich der haarige Mitbewohner schon erahnen, wenn wir beim Klingeln erst einmal ein zehnminütiges Bell-Konzert zu hören bekommen – unterbrochen mit den verzweifelten "Aus!", "Sitz!" und "Nein!"-Rufen des Herrchens.

6. Bekommt "noch Besuch"

Wir verurteilen wirklich niemanden, der sich an einem Samstag Abend alleine zu Hause eine Pizza, einen gemischten Salat, Chicken Wings und Curly-Fries nur für sich bestellt. Oder ein 6-er Bier und einen Wodka mit Orangensaft. Wenn ihr nur für euch Essen bestellt, dann ist das in Ordnung. Ihr müsst uns nicht fünf Mal unter die Nase reiben, dass ihr noch Besuch bekommt oder euer Partner unter der Dusche ist. Uns ist das letztlich wirklich egal. Es wird nur dann nervig, wenn es offensichtlich ist, dass ihr alleine esst und ihr alles darum gebt, dies zu verschleiern.

7. Verlangt dass man wegen eines vergessenen Knoblauchdips nochmal nach Pfaffenweiler fährt

Natürlich ist das unser Fehler, wenn wir mal etwas vergessen. Aber wir sind auch nur Menschen. Außerdem kann der Pizzalieferant nichts dafür. Der Packer in der Filiale hat das schließlich vergessen. Wegen eines fehlenden Knoblauchdips nochmal nach Pfaffenweiler fahren zu müssen ist wirklich ein Riesen-Act und muss doch eigentlich nicht sein. Ein bisschen Kulanz sollte man manchmal erwarten können.

8. Beschwert euch über das Auto und die Fahrer

An alle Hobby-Verkehrspolizisten da draußen: Nur weil wir Pizza-Fahrer zügig fahren, heißt das nicht, dass wir zwangsläufig zu schnell fahren. Ihr braucht euch auch nicht telefonisch mehrmals darüber beschweren, wenn ihr unser Lieferauto wieder irgendwo vermeintlich "rumrasen" gesehen habt. Dafür ist eindeutig die Polizei zuständig.

Genauso unnötig ist es, uns Zettel ans Auto zu kleben oder eine Moralpredigt zu halten, nur weil wir zwei Minuten vor dem Haus halten, wenn wir die Pizza zustellen. Manchmal gibt es einfach keinen Parkplatz, der frei ist und wir haben keine Zeit, 3 Blöcke weiter zu parken. Bitte seid doch manchmal ein wenig nachsichtiger. Wir versuchen nur, unseren Job gut zu machen.

9. Wollt uns überfallen

Wenn der Lieferort nachts ein Baggersee oder ein abgelegener Parkplatz ist, wird uns schon öfter mal mulmig zu Mute. Viele meiner Kollegen wurden schon einmal oder mehrmals überfallen. Dass das überhaupt nicht geht, muss man ja eigentlich nicht nochmal sagen, oder?

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