800 Freiburger demonstrieren gegen Homophobie

Simone Lutz & Daniel Laufer

In der Silvesternacht wurde in Freiburg ein schwules Ehepaar attackiert. Nun haben rund 800 Menschen gegen Homophobie demonstriert. Freiburg soll eine offene und bunte Stadt bleiben. Das Video:



"Homosexualität ist nicht besser oder schlechter, sie ist einfach anders", sagte zum Auftakt der schwule Stadtrat Walter Krögner. Auf dem Zug durch die Innestadt machten die Demonstranten vor der Bar Tasia an der KaJo Halt. In der Silvesternacht war hier ein schwules Ehepaar geschlagen und getreten worden. Die Barbetreiber haben sich inzwischen von dem Vorfall distanziert.




Demo-Veranstalter Ireneus Frost rief an der Stelle des Überfalls zu einer Schweigeminute für alle Opfer schwulenfeindlicher Angriffe auf. In der Silvesternacht waren auch Dragqueen Betty BBQ und ein Begleiter von einem Unbekannten beleidigt und geschlagen worden; am Freitag führte die Dragqueen mit Krögner und Frost den Demozug an.

Vor der neuen Unibibliothek endete die Demo liebevoll mit einem Kiss-Inn und weiteren Rednerinnen und Rednern. Tenor: "Freiburg muss eine offene und bunte Stadt bleiben." Polizei und Rosa Hilfe ordnen die Vorfälle von Silvester als Ausnahme ein. Die Polizei ermittelt.

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[Text: Simone Lutz, Video: Daniel Laufer, Foto: Konstantin Görlich]