7 Tipps, wie du Google Scholar für deine Hausarbeiten nutzen kannst

Claudia Förster

Vor einem liegen Berge an Büchern, Fachzeitschriften und Papers Aber woher wissen, welcher Text am relevantesten für deine Arbeit ist? fudder erklärt dir, wie du mit Google Scholar schneller und effektiver Literatur suchen und zitieren kannst.



1. Fundierte Literatursuche von zu Hause aus

Um sich einen Überblick über ein Hausarbeits- oder Referatsthema zu verschaffen, schleicht man entweder stundenlang zwischen den Bücherregalen der Unibibliothek umher oder befragt das weise Internet. Aber wie soll man in dem ganzen Durcheinander aus Wikipedia, Gutefrage.net und ominösen Websites zuverlässige, wissenschaftlich fundierte Infos finden? Ganz einfach: Per Google Scholar. Die Suchmaschine von Google präsentiert als Ergebnisse einer Suchanfrage ausschließlich wissenschaftliche Literatur, also Bücher oder Paper aus Fachzeitschriften und verlinkt sie direkt als PDF. Das ist nicht nur schneller und übersichtlicher als die übliche Internetrecherche, sondern garantiert seriöse Quellen.

2. Besonders einflussreiche oder aktuelle Arbeiten finden

Google Scholar sortiert die Ergebnisse wahlweise nach Relevanz oder Datum (links im Menü). Beides kann für eine Hausarbeit praktisch sein: Für aussagekräftige Belege zitiert man am liebsten wissenschaftlich relevante und einflussreiche Arbeiten. Gleichzeitig sollen die Infos aber nicht veraltet sein, sondern auf dem aktuellsten Forschungsstand beruhen. In dem Fall hilft eine Suche nach Datum, für die sich im Menü unter "Zeitraum wählen" ein genaues Zeitintervall festlegen lässt.



3. Nach ähnlicher Literatur suchen

Sobald eine gute Quelle gefunden ist, möchte man die Spur weiterverfolgen und andere Einträge zum selben Thema aufspüren. Das macht Google Scholar mit nur einem Klick möglich – unter jedem Ergebnis sind ähnliche Artikel verlinkt, die inhaltlich zum Thema passen. Alternativ weiß die Suchmaschine genau Bescheid, welche Autoren die betreffende Quelle ebenfalls genutzt haben. "Zitiert von" heißt es unter jedem Artikel. Hier gelangt man direkt zu einer Übersicht aller im Internet verfügbarer Artikel, die den Text zitiert haben und sich somit mit derselben Thematik beschäftigen.



4. Eine Bibliothek mit den Lieblingsartikeln

Wer erst einmal gründlich recherchieren und sich bestimmte Artikel vormerken will, kann diese mit einem Stern markieren. Der Artikel wird dann in der Bibliothek gespeichert, die man mit Hilfe von Labels und einem zeitlichen Filter übersichtlich verwalten kann.



5. Literaturverzeichnis leicht gemacht

Für Referenzen im Literaturverzeichnis gelten unterschiedlichste Konventionen: Herausgeber zuerst, die Vornamen abkürzen, den Titel kursiv schreiben und das Jahr in Klammern – bei Zeitschriften, denn Buchkapitel oder Paper werden ganz anders formatiert. Wie soll man da noch durchblicken? Zum Glück gibt es bei Google Scholar die Zitierfunktion. Mit einem Klick auf die Anführungszeichen unter jedem Artikel werden verschiede Referenzformate aufgelistet, beispielsweise das der American Psychological Association. Copy, paste und fertig!



6. Immer auf dem aktuellsten Forschungsstand sein

Google Scholar bietet an, per Mail über neue Artikel zu einem bestimmten Thema zu benachrichtigen. Das funktioniert über den Reiter "Alert erstellen", bei dem man einen bestimmten Begriff als Suchcode einstellen kann. So bleibt man immer auf dem Laufenden.

7. Schnickschnack für Profis

Wer es ganz genau wissen will und beispielsweise nach Artikeln eines bestimmten Autors in einem ausgewählten Zeitraum sucht, kann in der erweiterten Suche zusätzliche Filter anpassen. Wissenswert sind auch die Kennzahlen: Hier listet Google Scholar die meistzitiertesten Zeitschriften und einzelnen Publikationen bestimmter Fachgebiete auf. Ob man nach Patenten sucht oder sich ein eigenes Autorenprofil anlegen möchte – Google Scholar hat einiges zu bieten.
Achtung: Google Scholar sollte nicht ausschließlich zum Verfassen einer Hausarbeit genutzt werden! Es umfasst nicht alle Literatur, sondern nur online verfügbare. Möglicherweise entgehen einem wichtige Quellen, wenn man nicht noch anderweitig Literaturrecherche betreibt.

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