Das kotzt mich an

7 Patienten, die jede Zahnarzthelferin nerven

Enya Steinbrecher

Viele Berufe bringen es mit sich, dass man Kundenkontakt hat: Kontakt zu Menschen, zu denen man freundlich sein muss – egal, was sie tun. In der fudder-Serie "Das kotzt mich an" gilt daher Frust ablassen. Heute: Was eine Zahnarzthelferin nervt.



1. Die Helikoptermutter

"War mein Sohn bei seinem Termin? Ist alles gut gelaufen? Bitte sagen Sie ihm nicht, dass ich angerufen habe!" Solche Sätze sind in Ordnung, wenn Junior fünfzehn Jahre alt ist und seine Termine gern schleifen lässt. Ist er jedoch fünfundzwanzig, hat er längst die Volljährigkeit erreicht – und Mutti hat sich aus den Terminen herauszuhalten.

2. Der Unzuverlässige

Es gibt Menschen, die haben ihre Termine einfach nicht im Griff. Es ist schon ärgerlich genug, wenn der Behandlungsstuhl dann leer bleibt, weil der Patient es nicht schafft abzusagen. Viel ärgerlicher jedoch ist es, wenn er mit zwei Stunden Verspätung auftaucht – und dann auch noch verlangt, sofort behandelt zu werden. Auch die Relevanz von Kontrollterminen versteht der Unzuverlässige nicht. "Klar melde ich mich!" – und er war nie wieder gesehen. Das bringt lästiges Hinterhertelefonieren mit sich – denn läuft die Behandlung deshalb schief, fällt dies schlecht auf die gesamte Praxis zurück.

3. Die Plaudertasche

Wer den Großteil seiner Arbeit am Telefon verbringt, tritt gezwungenermaßen mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Die nervigste Art, auf die man da trifft, ist die Plaudertasche. Plötzlich geht es nicht mehr um den Termin nächsten Mittwoch, sondern um das Mittagessen der Katze und die Enkelkinder. Wer glaubt, schlimmer könne es nicht kommen, liegt falsch – besonders unangenehm wird es, wenn der Patient versucht, private Fragen zu stellen.

4. Der Meckerer

Mit der Arbeit des Arztes unzufrieden zu sein, kommt vor und ist in Ordnung. Schlimm wird es nur, wenn darunter der Zahnarzthelfer oder die Zahnarzthelferin leiden muss – diese können nämlich in den seltensten Fällen etwas dafür. Kleiner Tipp: Wer sich beim Assistenten beschweren kann, der sollte das auch beim Arzt können.

5. Der Ungeduldige

"Meine Behandlung zieht sich jetzt schon so lange hin. Geht das nicht schneller?" Hmm … Nein? So oft zum Zahnarzt rennen zu müssen, ist nicht angenehm und man kann sich sicher etwas Schöneres mit seiner Zeit vorstellen. Aber wie sagt man doch so oft: Wer schön sein will, muss leiden.

6. Der Besserwisser

Im Normalfall kommen Patienten zum Zahnarzt, um den Rat eines studierten Mediziners in Anspruch zu nehmen. Bei manchen Menschen jedoch ist es andersrum – sie gehen zum Arzt, um ihm den Job zu erklären. Der Besserwisser zeichnet sich dadurch aus, dass er bereits weiß, was er hat, wenn er die Praxis betritt – es sind schließlich seine Zähne. Wer kann sich schon besser damit auskennen, als er selbst?

7. "Holst du mir mal was zu essen?"

Dem Arzt oder der Ärztin zu assistieren, ist der Job, und man macht es (meistens) gerne. Was jedoch nicht dazugehört, ist, für den Chef oder die Chefin persönliche Einkäufe zu tätigen und das Mittagessen zu besorgen. Solche Bitten nerven einfach nur!
Serie: Das kotzt mich an

Viele Berufe bringen es mit sich, dass man Kundenkontakt hat: Kontakt zu Menschen, zu denen man freundlich sein muss – egal, was sie tun. Auf fudder können diese Personen in unserer Serie "Das kotzt mich an" einmal Frust ablassen. Um keine Konsequenzen zu befürchten, bleiben unsere Interviewpartner anonym.

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