7 Dinge, die Du über die BAföG-Reform wissen musst

Lisa Göllert

Wenn Du studierst, hast Du vielleicht bald mehr Geld: Diesen Oktober steigen nämlich die BAföG-Leistungen! Damit könnte sich für Dich so einiges ändern – selbst, wenn Du bislang gar kein BAföG bekommen hast.



Was ist "BAföG?"

"BAföG" steht für "Bundesausbildungsförderungsgesetz". Es ist eine vom Staat bezahlte Sozialleistung, die es Studierenden aus finanziell schwächeren Familien ermöglichen soll, zu studieren. Über ein Viertel der 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland erhalten BAföG.

Eine Hälfte des BAföG ist ein Geschenk, das der Studierende nicht zurückbezahlen muss. Der andere Teil ist ein zinsloses Darlehen vom Staat. Allerdings müssen Studierende nie mehr als 10.000 Euro abzahlen.


Was verändert sich durch die BAföG-Reform?

1. Der BAföG-Höchstsatz steigt von 670 auf 735 Euro. Dieser Betrag enthält beispielsweise einen Grundbedarf von 399 Euro und einen Wohnzuschlag von 250 Euro, für diejenigen, die nicht mehr zuhause wohnen.

2. Der Bund erhöht die Einkommensfreibeträge der Eltern um 7 Prozent. Bei verheirateten Paaren steigt der Freibetrag somit von 1605 auf 1715 Euro. Dadurch sollen 110.000 Auszubildende mehr BAföG erhalten. Der Freibetrag setzt sich aus den Bruttoeinkommen beider Eltern zusammen. Davon zieht man Sozialversicherung und Steuern ab, außerdem den sogenannten "Elternfreibetrag" – also weitere 1715 Euro. Vom Ergebnis dieser Rechnung hängt ab, wie viel BAföG der Studierende erhält – und ob überhaupt.



3. Im BAföG-Bürokratie-Dschungel muss der Auszubildende neben dem Einkommen der Eltern sein eigenes Einkommen und Vermögen offenlegen. Vor der Reform durften Auzubildende ein Vermögen von 5200 Euro besitzen. Zukünftig darf das Vermögen nicht 7500 Euro übersteigen. Aufgepasst: Es zählen alle Vermögenswerte, die auf den Namen des Auszubildenden laufen. Also Grundstücke, Sparkonten und Co.

4. BAföG-Empfänger konnten bislang neben der Uni kaum jobben, da sie nicht mehr als 290 Euro verdienen durften. Ab Oktober ist das anders: Jeder, der BAföG erhält, kann auch einen 450-Euro-Job ausüben.

5. Dank der Reform bekommt der Studierende in Zukunft auch in der Übergangsphase zwischen Bachelor- und Master-Studiengang BAföG – und zwar bis er seine Bachelor-Note erhalten hat.
Während des Masters bekommen Studierende BAföG, sobald sie ihre vorläufige Zulassung haben – also auch schon vor dem Abschluss ihres Bachelor-Studiums.

6. Auszubildende mit Kind erhalten künftig einheitlich 130 Euro pro Kind.

7. Das Beste kommt zum Schluss:BAföG wird entbürokratisiert! Den Antrag kannst Du bald auch abschicken – und zwar mit De-Mail, einer Art E-Mail-Technik für vertrauliche Daten.
Was: BAföG-Beratung
Wann: Dienstag 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 13.30 bis 16 Uhr
Wo: Studierendenwerk Freiburg, Schreiberstr. 12-16
E-Mail: info@swfr.de
Telefon: 0761.2101200