7 Dinge, die an Whatsapp-Gruppen nerven

Felix Klingel

Whatsapp-Gruppen können eine super Sache sein: Einfach und effizient kann man sich mit Freunden vernetzen. Doch manchmal sind sie auch die Hölle. Diese sieben Dinge nerven an Gruppenchats – von der Endlos-Diskussion bis zur JGA-Gruppe.



1. Das Chaos in Massen-Gruppen mit über 20 Leuten

In diesen Gruppen ist sowieso alles verloren, es geht drunter und drüber. Hier gibt es 352 neue Nachrichten, wenn Du drei Stunden nicht aufs Handy schaust. Hier werden "lustige" Videos geteilt. Hier tritt man am besten schnell wieder aus.

2. Wenn mehrere Diskussionen gleichzeitig laufen – und kein Ende finden

Es kann Tage dauern, Dinge zu klären, die man mit ein paar Telefonaten in zehn Minuten gelöst hätte. Schuld sind meistens ineinander laufende Diskussionen. Während man noch auf alle Antworten zu einer Frage wartet, stellt der nächste schon eine weitere Frage – und schon bald haben alle das Ziel aus den Augen verloren.



3. Die Stummschalten-Funktion bringt nichts

Ja, man kann Gruppen stummschalten. Aber so richtig nützlich ist das nicht – das Handy blinkt zwar nicht mehr auf, aber die Nachrichten kommen immer noch an und warten mit einem hämischen Lächeln: Na los, lies mich! Dann nicht auf die Gruppe zu klicken, erfordert ziemliche Willensstärke. Unbedingt nötig ist daher die Funktion, unliebsame Gruppen komplett unsichtbar machen zu können.

4. Unnötige Gruppen, die nach einem Tag nutzlos sind

Es braucht wirklich nicht für jeden kleinen Mist eine eigene Gruppe. Jeder Geburtstag, jedes dazugehörige Geschenk, jedes Abendessen wird minutiös in einer eigenen Gruppe besprochen. Nach einem Tag liegt die Gruppe brach und rutscht nach unten in den WhatsApp-Friedhof, zu Freunden, mit denen man seit der Schulzeit nichts mehr zu tun hat. Nach zwei Monaten ploppt die Gruppe dann wieder auf, wenn Lisa oder Mark oder sonstwer schreibt: "Ist hier noch was" und eine Sekunde später die Gruppe verlässt. Aaargh!



5. Keiner fühlt sich verantwortlich zu antworten

"Hey Leute, jemand Lust heute Abend ein Bier zu trinken?" Stille. Nach einer Stunde stehen zwei blaue Haken unter der Nachricht. Immer noch Stille. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hat man einen Witz gemacht – und keiner lacht. In Whatsapp-Gruppen fühlen sich Leute oft nicht verantwortlich, etwas auf eine Frage zu antworten. Sie ging ja an die ganze Gruppe, und hinter der kann man sich wunderbar verstecken. Unangenehm für den Fragensteller.

6. JGA-Whatsapp-Gruppen

So sehr man diesen Moment auch scheut: Irgendwann landet jeder einmal in einer Whatsapp-Gruppe für einen Junggesellenabschied. Was diese Gruppe so tödlich macht, hat einen Grund. Jeder kennt den Bräutigam, aber untereinander kennen sich die Leute selten. Meist kommen sie aus verschiedenen Freundeskreisen: Ein paar Schulfreunde, einige aus dem Studium, ein bisschen Verwandtschaft. Da gibt es schnell verschiede Ansichten, wie so ein Junggesellenabschied abzulaufen hat. Wer sich dann durchsetzt? Sieht man Samstagnachmittags in der Freiburger Innenstadt.



7. Darf ich jetzt gehen?

Wenn das alles so nervt – warum trittst du nicht einfach aus der Gruppe aus? Wenn das mal so einfach wäre … Whatsapp-Gruppen sind keine schlechten Partys. Man kann nicht einfach still und leise durch die Hintertür verschwinden. "Felix hat die Gruppe verlassen", das ist immer ein Statement an die restlichen Gruppenmitglieder. Ein Abgang mitten im Gespräch. Ihr nervt mit eurem Gelaber. Mit euch will ich nichts zu tun haben. Also bleibt man – und erträgt als passiver Beobachter das Leid.

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