69-Jähriger verkotet Streifenwagen

David Weigend

Beleidigend und aggressiv verhielt sich gestern gegen 19 Uhr ein betrunkener Heitersheimer. Weil der 69-Jährige zuerst seiner Tochter mit der Faust ins Gesicht schlug und danach auch den Arzt verbal bedrohte, rief dieser die Polizei um Hilfe.

Die Polizisten konnten den Mann beruhigen, wobei sie ihm im Falle fehlender Einsicht eine Mitnahme auf das Polizeirevier Müllheim in Aussicht stellten. Der Mann lenkte ein, so dass die Polizei wieder abrücken konnte. Die guten Vorsätze hielten aber nur fünf Minuten.


Danach randalierte er und bedrohte erneut sein Umfeld. Als die Streife zum zweiten Mal eintraf, stand der Mann in seiner Küche und drehte den eintreffenden Polizeibeamten den Rücken zu. Der Aufforderung sich umzudrehen kam der Mann erst nach, nachdem er eine Schublade öffnete und dieser ein Messer entnahm.

Damit bedrohte der die Polizeibeamten und verlangte schreiend das sofortige Verlassen der Wohnung. Nachdem ihm klar wurde, dass die Beamten unter Anwendung körperlichen Zwangs und entsprechender Hilfsmittel einen Zugriff und damit seine Festnahme vorbereiteten, legte er das Messer beiseite.

Der Mann wurde überwältigt und gefesselt. Auch auf der Fahrt und später auf dem Revier brauchten die Beamten gute Nerven, weil der unfriedliche Zeitgenosse nicht nur den Innenraum des Dienstfahrzeugs verkotete, sondern darüber hinaus die Arrestzelle mit seiner Hinterlassenschaft verschmierte.

Neben einer Strafanzeige wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung wird er nicht nur seine Übernachtung auf dem Polizeirevier, sondern auch die Zellen- und Streifenwagenreinigung bezahlen müssen.