5 Tipps: So findest Du den richtigen Schulranzen

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Er gehört zu Beginn der Schulzeit zur Grundausstattung: der Ranzen. Er muss einiges können: Kräftig leuchten, nicht scheuern und drücken sowie optimal am Körper des Kindes anliegen. Darüber hinaus gibt es aber auch weitere Kriterien, die einen guten Ranzen ausmachen. Worauf es ankommt:



Angehende Grundschüler achten bei der Wahl in erster Linie auf Design und Farbe. Für die Eltern sollten diese Merkmale allerdings nicht im Vordergrund stehen, da es vielmehr auf die inneren Werte eines Schulranzens ankommt. Hierbei gibt es eine ganze Reihe von Kriterien, die für jedes Modell gelten sollten - ob aus dem Restbestand des Vorjahres oder neu.


Im Mittelpunkt der Entscheidung dürfen nicht Form und Aussehen stehen, sondern die Gesundheit und Sicherheit des Kindes. Höchster Wert ist demnach insbesondere auf Qualität und Handhabung zu legen. Auch wenn Dinosaurier, Delphine, "Prinzessin Lillifee" oder andere Muster hierbei gänzlich auf der Strecke bleiben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Kinder ihren Ranzen nicht dennoch voller Stolz auf dem Rücken tragen können.

1. Reflektoren

Sie sorgen dafür, dass das Kind auch im Dunkeln von Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern gesehen wird. Die DIN 58124 legt fest, dass mindestens 10 Prozent der Seiten- und Rückfläche reflektieren muss. Auch tagsüber müssen nach dieser Norm weitere 20 Prozent fluoreszieren. Ideal sind hierbei kontrastreiche, gelbe oder orangerote Flächen mit dem Katzenaugeneffekt. Ähnlich wie eine Warnweste besitzen diese nämlich eine hohe Leuchtkraft. Ob ein Ranzen die Vorgaben dieser Norm erfüllt, kann dem Zeichen für geprüfte Sicherheit (GS) oder dem TÜV-Siegel entnommen werden.

2. Passform

Ein Schulranzen muss gut sitzen und darf auf dem Rücken nicht verrutschen. Aus diesem Grund sollte das Kind beim Kauf des Ranzens dabei sein. Dieser sollte einmal mit T-Shirt und einmal mit Jacke ausprobiert werden. Vorsicht ist geboten, wenn der Ranzen drückt, einschnürt oder scheuert. Bevorzugt werden sollten Modelle mit gepolstertem Rückenteil. Er sollte nicht über die Schultern hinausragen und an mehreren Stellen am Körper anliegen.

Ferner ist er auf Strapazierfähigkeit und Stabilität hin zu untersuchen, sodass ihm schwere Bücher samt ihrer Kanten nichts anhaben können und der Inhalt auch bei Regenwetter trocken bleibt. Ebenfalls wichtig sind gut gepolsterte und mindestens vier Zentimeter breite Tragegurte. Damit der Ranzen auch nach dem nächsten Wachstumsschub gut passt, sollten sich die Gurte stufenlos und weit genug verstellen lassen. Die Tragegurte dürfen nicht von den Schultern rutschen und auch nicht zu nah am Hals sitzen, damit nicht die Bewegungsfreiheit des Kopfes leidet. Auch der Tragegriff sollte weit genug, griffig und gepolstert sein.



3. Gewicht und Material

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Gewicht. Der Schulranzen sollte ohne Inhalt maximal 1,2 Kilogramm wiegen. Kommen nämlich Federmappe, Trinkflasche und Bücher dazu, wird der Ranzen schnell zum schweren Ballast. Um späteren Rückenproblemen vorzubeugen, darf der Ranzen samt Inhalt gemäß Empfehlungen von TÜV-Experten und Ärzten nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des  Körpergewichts des Kindes wiegen. Ein 20 Kilogramm leichtes Kind darf demnach höchstens zwei bis drei Kilogramm auf seinem Rücken tragen.

Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch das Material. Modelle aus Kunstfasern und Kunststoffen sind besser geeignet als Ranzen aus schweren Stoffen oder Leder. Diese fallen nämlich leichter aus und sind zumeist wasserdicht und schmutzabweisend. Gute Trageeigenschaften weisen Hochformat-Taschen mit stabilem Traggestell auf.

4. 

Funktionalität

In einem Schulranzen müssen sich alle wichtigen Sachen verstauen lassen. In diesem Sinne haben Modelle mit Seitentaschen Vorteile, die genügend Platz für Brotdose und Trinkflasche bieten. Dadurch werden Bücher und Hefte nicht gleich nass, wenn die Flasche mal ausläuft. Der Deckel sollte sich weit und leicht öffnen lassen, damit die Klappe nicht von alleine wieder zufällt. Um für alle Schulabenteuer vorbereitet zu sein, sollte der Deckel zudem ausreichend stabil sein.

Auch die inneren Werte sind wichtig: ein guter Ranzen hat ausreichend viele Fächer in verschiedenen Größen. Noch wichtiger ist jedoch, dass A4-Hefte und große Bücher in die Mappe passen. Der Boden sollte einen festen Stand gewährleisten. Von metallenen Bestandteilen darf keine Verletzungsgefahr und keine Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffe ausgehen.

5. Optik

Na gut, wir haben doch noch etwas zum Thema Farbe und Design: Auch wenn das Aussehen des Ranzens nicht die wichtigste aller Eigenschaften darstellt, sollte das Kind dennoch Gefallen an seinen neuen Wegbegleiter finden. Optimal ist es, wenn sich Funktionalität und Sicherheit mit der Motivauswahl in Einklang bringen lassen. Dies verkürzt die Suche nach dem passenden Schulranzen zwar nicht unbedingt, macht dafür aber alle Beteiligten glücklich.

Mehr dazu:


  • Noch mehr Informationen: http://www.schulranzen.net titel="">Der Schulranzen-Check
[Bild: Natallia Vintsik, Fotolia.com]