5 Antworten: Wie es ist, Fußball-Europameisterin zu sein

Julia Nikschick

Am vergangenen Freitag holte die U17 Mannschaft der Frauen in Nyon/Schweiz den Europameistertitel zum dritten Mal nach Deutschland. Mit dabei: zwei Spielerinnen des SC Freiburg, Teresa Straub und Sara Däbritz. Sara war erstmals Kapitänin der Deutschland-Elf. Wie sie die EM erlebt hat:



Sara, du warst bereits das zweite Mal bei einer Europameisterschaft dabei, diesmal als Kapitänin. Ist das ein Posten, der auch besonders viel Verantwortung  mit sich bringt?


Sara:
Sowohl auf als auch neben dem Spielfeld muss man sich als Kapitän um vieles kümmern. Wenn das Spiel gerade nicht so gut läuft, muss ich die Mädels pushen. Die Moral oben halten und zum weiterkämpfen motivieren.

Wie hast du das Turnier erlebt?

Um die Europameisterschaft zu spielen, ist natürlich großartig. Schon ab dem Moment, in dem sich die letzten vier Mannschaften treffen, freut man sich, dass es endlich los geht. Es ist ein ganz einmaliges Erlebnis. Das werde ich sicher nie vergessen.

Im Halbfinale habt ihr Dänemark mit einem souveränen 2:0 besiegt, Frankreich im anschließenden Finale mit 4:3 (i.E.). Was glaubst du habt ihr besser gemacht als unsere Männer-Elf gegen Italien?

Ob wir es besser gemacht haben, ist schwer zu sagen. Jeder von uns hat sein Bestes gegeben. Wir haben gekämpft bis zum Umfallen und das hat dann auch für den Sieg gereicht.

Im Elfmeterschießen gegen Frankreich warst du die erste Schützin, leider ohne Tor. Kannst du diesen Moment beschreiben?

Am Anfang dachte ich natürlich: 'Scheiße, jetzt hab' ich kein Tor gemacht!' Aber ich wusste: nach mir kommen noch vier gute Spielerinnen, die sicher treffen würden. Und in unsere Torhüterin Merle Frohms hatte ich Vertrauen, dass sie die Schüsse der Französinnen halten wird. Am Ende hat alles gut geklappt... zum Glück!

Für die Damen der U17 beginnt die Bundesliga am 2. September. Du bist diese Saison von Beginn an beim SC Freiburg dabei, worauf freust du dich besonders?

Auf die Vorbereitung, aber bis dahin ist noch ein bisschen Pause. Vor den eigentlichen Spielen bin ich zwar immer nervös, aber Angst vor einem Gegner hab' ich nicht.

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    [Bild: SC Freiburg]