Schwarzwaldstadion

4000 Erstsemester starten mit "La Ola" in ihr erstes Semester

Fabian Vögtle

Sympathisches Badisch mit Fritz Keller und Lobesworte von Unirektor Schiewer: Die Uni Freiburg hat ihre neuen Studierenden im Schwarzwalstadion mit dem Markt der Möglichkeiten und einer Mini-Show begrüßt.

4000 Erstsemester starten in diesen Tagen an der Universität Freiburg ins Studium. Traditionell kommen viele der Erstis aus anderen Ecken Deutschlands und sind nun ganz neu an der Dreisam. Beim Markt der Möglichkeiten am Freitag bekamen sie im Schwarzwaldstadion einen Vorgeschmack auf die erste Saison in der wohl sonnigsten Stadt Deutschlands.


"Das hab ich noch nie erlebt." Bevor Fritz Keller die Studis als Hausherr im Stadion begrüßt, bekommt der Präsident des SC Freiburg eine dreifache La-Ola-Welle von der gut gefüllten Gegengerade. Keller ist stolz auf die Uni, die in der Champions League spiele, und wirbt in seinem charmanten Badisch gleich neue Fans. "Wir sind die innovativste Uni im Ländle", betont auch Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer. Deswegen sei es richtig, hier im Breisgau gelandet zu sein und nicht in Stuttgart oder Karlsruhe.

Frische Stadtluft schnuppern, aber nicht zu weit weg von daheim

Von dort kommen einige der Erstis, wie sich auf der Tribüne zeigt. Mal in eine andere Stadt, aber nicht zu weit weg von Zuhause: Das gilt unter anderem für Lisa Kuhlmann, die aus der Nähe von Baden-Baden nach Freiburg gekommen ist, weil sie hier einen Platz in Medizin bekam. Für Lars Anderson beginnt mit Mathe und Physik auf Lehramt jetzt auch das Studium. Die Freizeit will er vor allem mit Mountainbiken verbringen. Seine künftige Kommilitonin Sarah König aus dem Saarland wird im Winter auf der Skipiste unterwegs sein. Hunderte von Studis ziehen am Freitagnachmittag von Stand zu Stand; informieren sich über Dutzende von Angeboten, vom Regenbogen-Referat über Uni-TV bis zum SC Freiburg.
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So auch Sarah Kretzer aus Nürnberg, die sich jetzt schon auf den 34. Spieltag freut, wenn der Club aus ihrer Heimat hier beim SC zu Gast ist. "Spätestens dann kommt mein Vater zu Besuch", sagt die Ethnologie-Studentin. In der Einführungswoche hat sie die Freundinnen Toni Smilla und Leif Haack kennen gelernt. Die beiden kommen aus Potsdam. "Berlin wär’ einfach zu nah gewesen". Dann lieber richtig weg von zu Hause, dachten sie sich und sind nun in Freiburg. Toni will viele neue Leute kennen lernen und sich vielleicht in der Fachschaft engagieren.

"In Zeiten, in denen sich die Debatte immer weiter nach rechts entwickelt, müssen wir uns klar positionieren", sagt Marah Mauermann von der Studierendenvertretung auf der Bühne vor der Osttribüne und bekommt dafür den den lautesten Applaus. Die meisten Lacher erntet der Poetry-Slammer "Sebastian23", einst selbst Student in Freiburg, mit seinen Zeilen über das "numerische Saufen". Zuvor hatte Winzer Fritz Keller als den Studis ans Herz gelegt, neben dem Studium auch mal die Seele baumen zu lassen und ein oder zwei gute Gläser Wein zu trinken. Und Rektor Schiewer empfahl als passendes Weihnachtsgeschenk gleich den Freiburger Uni-Wein.

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