Unfallstatistik

2018 sind weniger Menschen ums Leben gekommen als im Jahr davor

Sebastian Wolfrum

Auf den Straßen in Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat es im Jahr 11000 Unfälle gegeben. Dabei sind deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen als 2017.

Waren es im Jahr 2017 noch 18 Menschen, die bei Unfällen starben (drei in Freiburg, 15 im Kreis), waren es 2018 zusammen 14 (zwei in Freiburg, zwölf im Kreis). "Jeder Tote ist einer zu viel. Doch wir haben in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen", so der Leitende Polizeidirektor Uwe Oldenburg bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2018. Im Landkreis kamen vier Motorradfahrer bei Unfällen ums Leben, ein Mensch mehr als 2017.


Es gibt viele Unfallursachen

Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen bei Unfällen gestorben als im Jahr 2017. Die Zahl sank von 49 auf 35. Woran das liegt, kann die Polizei nicht genau klären. Es ist wohl eine Vielzahl an Faktoren, von verbesserter Rettungskette bis hin zum Wetter. "Wir nehmen es positiv zur Kenntnis. Allerdings gibt es im Jahr 2019 bereits sieben Tote zu bedauern", so Oldenburg. Das Polizeipräsidium Freiburg ist zuständig für die Landkreise Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und die Stadt Freiburg.

Zu hohe Geschwindigkeit, zu wenig Abstand – Unfallursachen gibt es viele. Auffällig ist der hohe Anteil unter der Rubrik "andere Gründe" in der Statistik. 42 Prozent der Unfälle werden hier geführt. "Wir vermuten, dass das Thema Ablenkung eine große Rolle spielt. Das Handy gehört im Auto inzwischen ja zur Standardausstattung", so Oldenburg. Nachzuweisen sei das allerdings nur schwer.

Zwei mobile Blitzer getestet

Auf Teilabschnitten der Autobahnen in der Region herrscht ein Tempolimit, auf anderen nicht. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gebe es seit fast 30 Jahren, so Oldenburg. Grund für die Einführung seien damals hohe Unfallzahlen gewesen. Heute sei nicht festzustellen, dass es gravierende Unterschiede bei den Unfallzahlen auf den verschiedenen Abschnitten gebe. Anders sieht das bei den Unfallfolgen aus. Wo schneller gefahren werde, ereigneten sich auch schwerere Unfälle.

Dass der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zuletzt zwei mobile Blitzer getestet hat, bewertet die Polizei positiv. Denn für die Einhaltung des Tempolimits brauche es einen gewissen Kontrolldruck, hieß es bei der Pressekonferenz am Montag. Besonders auf der B 31 bei Löffingen bräuchte es immer wieder Kontrollen, so Oldenburg. Dort wird die Straße dreispurig, immer wieder kommt es in dem Bereich zu schwereren Unfällen. Auch weil zum Teil deutlich zu schnell gefahren wird. "Der Landkreis tut mit seinen Blitzern schon viel. Wir hätten nichts dagegen, wenn noch ein drittes oder viertes Gerät angeschafft wird."

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