2. Fight Night: Subculture vs. Nitebeat

Dana Hoffmann

Bei der zweiten Freiburger Fight Night steigen am 10. Oktober nicht nur erfahrene Kämpfer in den Ring, sondern auch Box-Neulinge. Bei einem der beiden sogenannten Promi-Fights stehen sich Subculture-Chef Christian Gimbel (rechts) und Claudio Esposito vom Konkurrenzheft Nitebeat gegenüber. Wie bereiten sich die beiden auf die gepflegte Drescherei vor?



Christian Gimbel (rechts) sieht in natura viel freundlicher aus als auf dem Poser-Foto, das die Veranstalter der Fight Night von ihm im Internet veröffentlicht haben. Der Freiburger lacht viel, allerdings nicht besonders breit, das könnte weh tun: Ein blaues Auge schimmert leicht unterm Make-Up hervor. Er hat das Veilchen überschminkt. Es ist ein Andenken an das letzte Sparring mit Mentor Krasniqi. Gimbel brauchte bisher vor allem eine kräftige Beinmuskulatur. Beim Mountainbiken ist Armkraft nur selten gefragt. „Ich habe dadurch aber eine gute Ausdauer, die mir im Ring Vorteile verschaffen wird“, meint der 35-Jährige.


Dass er mit einer Körpergröße von 1,75 Meter kleiner ist als sein sechs Jahre jüngerer Gegner Claudio Esposito (1,82 m), ist für ihn kein Problem. Im Gegenteil: „Ich bin dadurch viel wendiger.“ Esposito sieht sich hingegen klar im Vorteil. Obwohl er wie Gimbel auch erst seit wenigen Monaten das Boxen trainiert, gibt er sich siegessicher: „Ein Sandsack schlägt nicht zurück! Und es ist noch keiner Box-Champ geworden, weil er eine Maschine auf dem Fahrrad war.“ Esposito erfüllt mit seinen tätowierten Oberarmen, dem kahlen Schädel und dem bösen Blick auf den ersten Blick mehr das Hau-drauf-Klischee.

Wo Gimbel von einem „sportlich guten Kampf“ redet und als sein Ziel angibt, „das Maximum“ rausholen zu wollen, spricht Esposito schon eine deutlichere Sprache: „Ich habe den eisernen Willen, zu siegen!“ Eine Hemmschwelle habe er nicht. „Im Ring heißt es: entweder er oder ich.“ Manchmal laufe der Kampf in seinem Kopf ab. „Ich sehe dann alles bildlich vor mir und freue mich auf den Moment, in dem ich ihm gegenüberstehe.“ Christian Gimbel lässt sich davon nicht einschüchtern. „Er soll sich anschnallen, ich bin gut vorbereitet.“ Er wirkt eher überlegt als aggressiv. Für ihn sei es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. „Und immer schön atmen.“

Vier bis fünf Mal pro Woche trainiert Gimbel, allerdings nicht nur im Ring: „Ich laufe Bergsprints rückwärts. Da merkt man, wo die Grenzen sind.“ Esposito will seinen Gegner so wenig wie möglich über sich wissen lassen. Wie häufig er trainiert, verrät er nicht. Dass er Gerüchten zufolge zum Training manchmal die Rocky-Titelmusik hört und schwere Autoreifen hinter sich herzieht, streitet er zumindest nicht ab. Aber auch Claudio Esposito lässt die Deckung sinken, wenn es um seine Motivationsquelle geht: „Ich werde in den nächsten Tagen Vater. Mein erster Sohn wird zur Welt kommen. Das und meine Frau, die voll hinter mir steht, motiviert mich und gibt mir Kraft.“

Verlosung

fudder verlost ein Mal zwei Stehplätze für die Fight Night am Samstag, 10. Oktober 2009 unter allen teilnehmenden Communitymitgliedern. Wer gewinnen möchte, schickt eine private Nachricht mit seinem richtigen Namen und dem Betreff "Kloppe" an unseren Redaktionsuser 

fudder-Redaktion. Einsendeschluss ist Freitag, 2. Oktober 2009, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden am selben Tag per fudder-Community-Mail benachrichtigt. Schaut also in euren privaten Posteingang. Viel Glück!

Mehr dazu:

Was: Fight Night Freiburg
Wann: Samstag. 10. Oktober 2009, Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20 Uhr
Wo
: Alte Güterbahnhofshalle
Eintritt: Stehplatz: VVK: €19/AK: €25 | Sitzplatz: VVK: €29/AK: €35 | VIP-Tickets: VVK €59/AK: €70

Rocky training I II III VI Gonna Fly Now (Rocky Balboa)

Quelle : YouTube[youtube bwpN_kGKj_Q nolink]