15 Verletzte nach Silvester-Schlägerei im QU-Club - mit Messer und Champagner-Flasche

Daniel Laufer

Vier Schwerverletzte, großes Polizeiaufgebot: Zwei Gruppen gerieten am QU-Club aneinander - unter anderem mit einem Messer und einer Champagner-Flasche:



Die Bilanz: mindestens 15 Verletzte, vier davon schwer sowie fünf weitere, die in Krankenhäusern behandelt werden mussten. In der Silvesternacht kam es in und vor dem QU-Club am Fahnenbergplatz zu einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen von jeweils zehn Gästen. Die Polizei hat inzwischen eine 16-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet.


Gegen 4.40 Uhr gerieten die beiden Gruppen im Inneren der Bar aneinander. Sie hätten auf nebeneinanderliegenden Sitzgruppen gesessen, so Clubbetreiber Thomas Rauhut. Er verweist auf Aufnahmen der Überwachungskameras: Darauf soll zu sehen sein, wie ein Gast einem anderen einen Schlag verpasst. Darauf griffen die Türsteher ein und verwiesen die Betreffenden der Bar.

Draußen vor der Tür setzten diese ihre Auseinandersetzung fort. Die Beteiligten sind laut Polizeiangaben größtenteils Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren. Mindestens einer von ihnen hat bei der Schlägerei ein Messer benutzt.

Auch mit Sektflaschen hätten sie aufeinander eingeschlagen, so Polizeisprecherin Laura Riske. Tatsächlich berichtet Rauhut vom Fund einer Moët-Flasche vor der Tür. „Die muss einer der Gäste rausgeschmuggelt haben.“

Großaufgebot mit Hundestaffel

Die Aufnahmen der Überwachungskameras habe der QU-Club der Polizei übergegeben. Diese war in der Silvesternacht mit einem Großaufgebot angerückt, darunter auch mit einer Hundestaffel. Zunächst sei die Situation chaotisch gewesen.

Erst nachdem die Polizei genügend Zeugen befragt habe, sei deutlich geworden, welche Ausmaße die Schlägerei gehabt habe, so Sprecherin Riske auf fudder-Nachfrage. Noch immer sei unklar, wie viele Menschen wirklich beteiligt waren.

Auf seiner Facebook-Seite hatte der QU-Club schon am Dienstag eine Stellungnahme veröffentlicht: „Wir bedauern diesen Vorfall sehr und wünschen allen Beteiligten eine gute und schnelle Genesung!“ Es sei die erste handgreifliche Auseinandersetzung in der Bar gewesen, bei der mehrere Menschen verletzt wurden.

„Wir waren an diesem Abend extrem vorsichtig und haben versucht, jede Person abzutasten“, sagt Rauhut. „Wenn ein Klappmesser aber irgendwo druntergesteckt wird, hat man kaum Chancen, es zu finden – es sei denn man geht vor wie am Flughafen.“ Der Clubbetreiber kündigte an, am Einlass in Zukunft dennoch stärker kontrollieren zu wollen.

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[Archivfoto: Leopold Dzajkic]