15-jährige Mutter verwirrt Polizei

David Weigend

Gestern Nachmittag hat die Polizei bei Hartheim die Reisenden in einem spanischen Auto kontrolliert. Darin saßen drei Personen: Zwei 25-jährige Männer und ein 15-jähriges Mädchen - wie sich herausstellte eine junge Mutter, die ihr Baby in Spanien zurückgelassen hatte.

Der 25-jährige Fahrzeugführer sowie sein gleichaltiger Beifahrer gaben an, auf der Rückreise nach Rumänien zu sein. In diesem Zusammenhang würden sie ein 15-jähriges Mädchen befördern, dessen Eltern bereits schon in Rumänien seien.


Ein Datenabgleich ergab, dass die Jugendliche in Spanien zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben ist. Der wollte sich das Mädchen nicht unterwerfen, so dass sie seltsame Ausreden erzählte. Unter anderem gab sie vor, dass ihre Eltern in Rumänien nicht zu erreichen seien, da sie auf einer mehrtägigen Hochzeit wären. Die Anfrage in Rumänien lief ins Leere; nicht jedoch, weil die Eltern auf einer Hochzeit weilten, sondern weil sie sich in Spanien befanden.

Dort konnte die Polizei die Eltern dann erreichen. Sie zeigten sich erfreut und klärten die Polizeibeamten über den wahren Sachverhalt auf.

Das flüchtige Mädchen erklärte daraufhin den Polizeibeamten, dass die Eltern vor Aufregung bei der spanischen Polizei ihre Personalien anstatt die Daten ihrer Schwester angegeben hatten.

Eine ärztliche Begutachtung ergab jedoch, dass die 15-Jährige log, da sie die Gesuchte war. Nach Schilderung der Eltern hat sie mit dem Fahrzeugführer ein gemeinsames, sechs Wochen altes Kind, das sie in Spanien bei den Eltern gelassen hatte. Offensichtlich wollte die Ausreißerin frei von Verpflichtungen sein und mit ihrem Freund in Rumänien ein unbeschwerteres Leben beginnen.

Derzeit befindet sich die 15-Jährige in einer Jugendhilfseinrichtung, bis eine Überstellung an die Eltern möglich ist.