15 Fotos, die Du im Urlaub unbedingt machen musst

Carolin Buchheim, Marius Buhl & Daniel Laufer

Sommer, Sonne, Ferien! Nächste Woche starten Schulferien und vorlesungsfreie Zeit. Endlich geht’s ab in den Urlaub! Klar, dass du dein Smartphone mitnimmst und deinen Urlaub auch fotografisch dokumentierst. fudder liefert dir die Anleitung, welche Bilder du unbedingt machen musst, um sie mit deinen Freunden auf Facebook und Instagram zu teilen:



1. Das Rollfeld-Foto

Auf Rollfeldern empfängt man Fußball-Weltmeister. Über Rollfelder marschieren Vielflieger mit Brioni-Anzügen. Auf Rollfeldern wird Angela Merkel fotografiert, wenn sie gerade aus Brüssel kommt. Kurz: Rollfelder symbolisieren Macht. Nutze das: Lass dich fotografieren, wie du Deinen Koffer Richtung Air-Canada-Maschine ziehst. Brust raus, Kinn hoch, den Blick in die Ferne gerichtet. Und drunter schreibst du: „It’s a tough life!“


(Foto: Carolin Buchheim)

2. Das Airbnb-Wohnungs-Bild

Endlich angekommen! Deine erste Aufgabe: Dokumentiere deine Airbnb-Unterkunft – und zwar in all ihren instagrammierbaren Details. Einzelne Glühbirnen an bunten Kabeln, unverputzte Wände, Eames-Chair um den Küchentisch aus alten Dielen und Einweck- statt Trinkgläser im Küchenschrank. Nur für deine Fotos haben die Vermieter alle Hipster-Einrichtungstrends der vergangenen fünf Jahre in einer einzigen Wohnung vereint!


(Foto: Carolin Buchheim)

3. Das Würstchenbeine-Bild

Point-of-View-Optik gibt auch Urlaubsfotos besonders viel Unmittelbarkeit. Der Klassiker ist das Würstchenbeine-Foto, im englischen Sprachraum „Hot Dog Legs“ genannt. Nur so bekommen deine Freunde einen Eindruck, wie toll dein Meer- oder Poolblick und wie perfekt deine Bikinifigur ist. Also Beine anwinkeln und Knie zusammen – vielleicht schaffst du es ja sogar auf hot-dog-legs.tumblr.com!


(Foto: Fotolia)

4. Der-Strandsprung-Schnappschuss

„Ich hab’ Urlaub, also spring’ ich!“ Am besten mit Gegenlicht, reduziert auf eine Silhouette, hüpfst du in die Luft... KLICK! Ein Motiv für die Ewigkeit, du anderthalb Meter über dem Sandstrand, hinter dir das Meer, grenzenlos. Denn nichts schreit Freiheit wie ein Foto, das auch all deine Freunde irgendwann schon mal hochgeladen haben.


(Foto: iko/Fotolia)

5. Das Exotische-Essens-Bild

Der Kellner schüttelt den Kopf, wedelt mit den Armen und versucht, dich davon abzubringen – aber dir ist das egal. Du hast das einzige Gericht auf der Speisekarte bestellt, das nur in der Landessprache aufgeführt wird. „Not for tourists?!“ – schon klar, aber du bist ja auch kein Tourist, du bist Reisender! Zappelt das, was der Kellner dir serviert, dann noch, umso besser – jetzt kannst du sogar ein Video aufnehmen. Hast du es erst mal hochgeladen, interessiert auch keinen mehr, dass du dieses Ding auf Deinem Teller in Wahrheit zurückgehen lassen hast – um Dir bei McDonald’s einen Big Mac reinzuziehen.


(Foto: Carolin Buchheim)

6. Das Exotische-Cocktail-Bild

Jeder Urlaub braucht ein Trendgetränk. Ob es eher der in der Kokosnuss servierte Kokosnuss-Shake oder der knallfarbene Schlumpfcocktail ist, hängt von deinem Urlaubsort ab. Gestalterisch bieten dir Drinks viele Möglichkeiten: POV mit Hand (und attraktiver Maniküre!) ist immer ein Winner; auch das „Ich trinke gerade aus meinem Strohhalm“-Selfie gefällt. Ansonsten macht’s der Hintergrund: Am Strand lässt sich selbst ein Sangria-Eimer gut in Szene setzen.


(Foto: Carolin Buchheim)

7. Das Sonnenuntergangs-Foto

Deine „Hot Dog Legs“ und dein Strandsprung haben nur mäßige Like-Erfolge erzielt? Der Sonnenuntergang ist der Cheat unter den Urlaubsfotos. Denn da sind wir alle gleich: Sonnenuntergänge findet jeder toll. Weil sie toll sind. Und das Beste ist: Dank der Sättigungsfunktion bei Instagram wird dein blassrosafarbener Spar-Sundown zum farbgewaltigen Spektakel.


(Foto: Carolin Buchheim)

8. Das Du-warst-hier!-Beweisbild

Monumente wie der Eiffelturm und der Schiefe Turm von Pisa wurden eigentlich nur gebaut, damit Du absurde Fotos mit ihnen machen kannst. Also scheu dich nicht, sie zu nutzen – für Antatsch-Fotos oder auch zur Genitalien-Simulation.



9. Das Landschafts-Foto

Du hast den Wetterbericht gesehen, du weißt ganz genau, dass es daheim regnet, dass deine Freunde in ihren Zimmern hocken und traurig auf die Smartphones starren. Hey, munter sie doch auf, indem du ihnen ein Foto von der Berggipfelkette, den Dünen oder dem Yachthafen vor dir schickst. YOLO!


(Foto: Marius Buhl)

10. Das unscharfe Party-Gruppenfoto

Früher vergaß man Menschen, mit denen man im Urlaub mal eine Nacht am Strand von Koh Samui/im VIP-Club auf Mykonos/in der All-Inklusive-Hotel-Disko in Scharm-El-Scheik gefeiert hat, einfach. Doch lade ein unscharfes Party-Gruppenfoto noch im Urlaub auf Facebook, markiere die Urlaubs-Bekanntschaften und habe die Garantie, dass das Social Network dich auch in fünf Jahren noch darüber informiert, was diese Unbekannten so mit ihrem Leben anstellen.



11. Das Du-und-exotische-Tiere-Foto

Wo gibt es schon Tiger? In Südbaden bestimmt nicht! Wenn du also mal wo bist, wo es Tiger gibt, solltest du dir die Chance nicht entgehen lassen: Mach ein Foto mit einem! Nur dein Kopf und der des Tieres, dicht aneinander gedrückt. Profis wählen Baby-Tiger – die sind besonders flauschig! Und wenn der Tiger mal keine Lust hat, sich mit dir fotografieren zu lassen: Kompetente Tierpfleger können helfen – mit Beruhigungsmitteln. Rrrooooaaarrr!



12. Das Du-und-exotische-Menschen-Foto

Du bist offen gegenüber anderen Ethnien und Kulturen? Dann zeig es! Ureinwohner gehören zu einem fremden Land ja wie seine Wahrzeichen oder die lokale Küche. Hast du sie nicht getroffen, warst du nicht wirklich dort – so einfach ist das. Also schnapp dir einen von ihnen und mach dein Andenken-Selfie! Er wird das lieben.



13. Das Du-und-dein-Sportgerät-Bild

Stell dir vor: Deine Arbeitskollegen schwitzen in stickigen Großraumbüros, schimpfen über mangelnde Work-Life-Balance und aufgebrauchte Urlaubstage. Und du? Postest dieses Foto mit Surfbrett. Das macht Eindruck. Das Problem ist: Es gibt beim Surfbrett-Bild viel zu beachten. Erstens: Verdecke den Schmerbauch. Zweitens: Im Hintergrund sollten die mickrigen Wellen nicht zu sehen sein. Drittens: Der Pro erkennt den Anfänger sofort am Surfschul-Anfänger-Brett – leih’ dir fürs Foto also ein Profiboard. Viertens: Zieh die Schwimmweste aus, die hast du doch nicht wirklich getragen!


(Foto: photo pixel/Fotolia)

14. Der Urlaubs-Style-Shot

Reisen in fremde Ländern verleihen deinem Style eine kosmopolitische Note: Billig-T-Shirts mit englischen Aufdrucken voller Rechtschreibfehler oder den Logos asiatischer Biermarken, Frisuren, die einheimische Frauen dir am Strand flechten, bequeme Pluder-Hosen, die mit Elefanten bedruckt sind. Mach’ jetzt Fotos davon – daheim wirst du damit deplatziert aussehen.



15. Das Du-Bist-Wieder-Zuhause-Bild

Ein Foto vom Gepäckband am Heimatflughafen ist die klassische Methode, um deinen Freunden mitzuteilen, dass du wieder im Land bist. Für mehr Varianz empfehlen sich: Wetter- oder Natur-Fotos mit traurigen Beschreibungen („Gestern war der Himmel noch blau.“/„Bäume sind einfach nicht so toll wie Palmen.“/„Warum ist das hier nicht mehr Oahu?“) oder ein Foto vom Wäscheberg neben dem ausgepackten Koffer.



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[Teaser-Fotos: Carolin Buchheim, Fotolia]