14 Probleme, die jede große Frau kennt

Karlotta Könneke

Mal versucht, ein Gruppenfoto zu machen? Zum Public Viewing zu gehen? Oder auch nur aufrecht am Tisch zu sitzen? "Geht nicht!", sagt fudder-Autorin Karlotta Könneke. Sie ist 1,78 Meter groß - und hat als "große Frau" verdammt oft das Nachsehen:



1. Gruppenbild

Ein Wort, bei dem jede große Frau die Augen verdreht? Gruppenbild! Denn wir wissen direkt, wo wir landen. Als kleiner, einsamer, nur schwer auszumachender Punkt in der letzten Reihe, während alle Freundinnen sich in der ersten Reihe in den Armen liegen und freudig in die Kamera strahlen. Dazu ist jedes Mal einer der Köpfe abgeschnitten…



2. Umarmungen

Umarmungen – klingt erstmal harmlos, ist es aber absolut nicht. Sobald die zu umarmende Person kleiner als man selbst ist, beginnt es im Kopf einer großen Frau zu rechnen. Reicht der vorhandene Platz für diese Umarmung? Denn wir brauchen Platz für den Akt des Umarmens. Um überhaupt eine einigermaßen unverkrampfte Umarmung herzustellen, muss eine große Frau leicht in die Knie gehen, ihren Hintern weit in den Raum strecken und sich mit durchgestrecktem Rücken nach vorne beugen.



3. Das Reck

Seine Glanzstunde im Sportunterricht findet man vielleicht im Basketball, sicher aber nicht am Reck. Spätestens wenn man sich auf die Reckstange stützt und die Beine nacheinander über ebendiese schwingen soll, sind die äußeren Stützen doch sehr nah beieinander und man beginnt umständlich von einer Seite zur Anderen zu rutschen.



4. Einkaufen

‚Mal schnell was einkaufen’ – unmöglich für große Frauen. Denn die oberen Regalbretter sind unerreichbar für den größten Teil der Einkaufenden und deren vergebliche Versuche, hopsend an ihre Objekte der Begierde zu kommen, kann man nicht lange ertragen. Und schon muss man dem halben Laden die Einkaufkörbe aus den oberen Reihen füllen. Aber auch die Mitarbeiter müssen mal zehn Packungen Cornflakes in das oberste Regal einräumen. Und da nicht immer eine Leiter vor Ort ist, findet man sich plötzlich unter dem Blick eines dankbaren Mitarbeiters beim Regal Einräumen wieder.



5. Public Viewing

Weniger beliebt ist man bei Konzerten oder Public Viewing. Irgendwem verdeckt man immer die Sicht. Die bösen Blicke im Rücken und das genervte Gemurmel führen dazu, dass man sich windet wie ein Aal, um den Leuten eine Sicht zu ermöglichen, sich aber die ganze Zeit wünscht, im Erdboden zu versinken. Jedenfalls vielleicht wenigstens zwanzig Zentimeter.



6. „Naa, wie ist die Luft da oben?“

Der wohl am häufigsten gehörte Satz im Leben einer großen Frau lässt uns sofort auf unseren Stelzenbeinen davon laufen. „Naa, wie ist die Luft da oben?“ Ist nicht lustig, war es noch nie und wird es auch nie sein!



7. Tanzen

Jeder Clubgänger kennt es: Der Weg mit den Drinks von der Bar zu den Freunden auf der Tanzfläche kann lang sein. Und da das kostbare Gut nicht verschüttet werden soll durch rempelnde, wild tanzende oder betrunkene Feiernde, werden die Getränke hoch über den Köpfen zu ihrem Ziel balanciert und alle zu nah Kommenden auf Augenhöhe mit warnendem Blick auf Abstand gehalten. Womit die Drinks augenblicklich zur Gefahr für uns große Frauen werden. Unser Tanzstil lässt sich dadurch leicht beschreiben: Eine Mischung aus alarmierten Blicken, hektischem Ducken und Ausweichen, einer Prise Individualität sowie die Stirn reiben, wenn wir doch einmal nicht aufmerksam genug waren.



8. Männer

Die eine Frau schaut bei Männern zuerst auf die Augen, die andere auf die Hände und wieder eine andere auf die Zähne. Große Frauen hingegen checken zuallererst die Größe des Typen, um nicht hin und weg von Augen, Händen oder Zähnen zu sein, um dann festzustellen, dass der Mann zehn Zentimeter kleiner als man selbst ist.



9. Die Badewanne

Über das Kompliment aber schöne lange Beine zu haben, freut sich erstmal jeder. Dass diese aber auch zu einem wirklich nervigen Problem werden können, ist den Menschen mit neidischen Blicken sicher nicht bewusst. Der Flug in den Urlaub? Eine Qual mit dem ständigen Gefühl, die eigenen Beine hätten bei der Beinfreiheit eigentlich als Gepäck mit Übergröße im Frachtraum untergebracht werden müssen. Die Badewanne? Nicht sehr entspannend, wenn man denn nicht gerade im Hause Nowitzki ein Bad nimmt, da man sonst mit angezogenen Beinen und geradem Rücken verkrampft in der Wanne hockt.                  



10. Hohe Schuhe

Die Schmerzen der kleineren Freundinnen können wir uns nur vorstellen, wenn sie den ganzen Abend in hohen Schuhen getanzt hat. Mitreden und trösten à la „Oh du arme, das kenne ich zu gut, ich weiß was du durchmachst“ können wir nicht, denn wir tragen keine hohen Schuhe. Höchstens wir sind scharf darauf den ganzen Abend wie bei einem kleinen Kind in die Hocke zu gehen um mit den Freunden sprechen zu können oder Ausblick auf ein Meer aus Scheiteln zu haben.



11. Hausaufgaben

Die Mathehausaufgaben werden kontrolliert und ihr habt nicht den leisesten Schimmer was die richtige Antwort ist? Für die kleineren Mitschüler kein Problem. Sie rutschen auf der Schulbank immer weiter nach unten, bis sie fast gänzlich hinter dem Tisch verschwunden sind und nur noch ein paar Haarsträhnen zu sehen sind. Probieren die großen Mitschüler dieses System aus, befinden sich die Beine plötzlich vor der Tafel und der Kopf ist trotzdem noch sichtbar hinter dem Pult.



12. Kalte Füße

Ebenfalls ein Leid für die Männer: die kalten Füße der Frauen. Jedenfalls eine leichte Lösung des Problems für große Frauen wäre, ganz einfach, eine längere Decke. Denn die ist einfach zu kurz – entweder die Decke kann nicht bis zum Hals hochgezogen werden oder die Füße schauen eben raus.



13. Alles ist zu kurz

Schade – wieder eine Saison ohne Hochwassertrend, auf den die großen Frauen schon so lange warten. Denn wie gerne würden auch wir ein schönes Maxikleid am Strand tragen, bei dem es okay ist, dass es zwanzig Zentimeter über dem Knöchel endet oder eine Jacke, bei der man nicht schräg angeschaut wird, wenn die Ärmel nicht bis zum Handgelenk reichen. Doch wer weiß: wenn es diese Saison sogar wieder in Ordnung ist Schlag- und Latzhosen zu tragen…



14. Körperhaltung

Gemütlicher Sonntagsbrunch bei der Oma? Denkste! Dem Satz „Kind, sitz doch mal gerade!“ darf man sich so sicher sein wie dem Amen in der Kirche. Soll die Oma doch mal probieren die Schwarzwälder Kirschtorte einen Meter vom Teller bis hoch zum Mund zu balancieren!



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[Foto: Syda Productions/Fotolia.com]