12. Sieg in Folge: Wölfe rocken im Spitzenspiel

Dirk Philippi

Yes! Gute-Laune-Alarm im Eistempel! Die Wölfe Freiburg haben im Spitzenspiel der Eishockey-Oberliga den EHC Klostersee vor 2200 Zuschauern verdient mit 7:4 abgefertigt und Platz zwei mit einer tollen Leistung gesichert. Die Fans feierten danach mit dem Team ausgelassen und euphorisch ein frohes Fest.



Es war ein Abend, auf den Freiburger Eishockeyfans lange warten mussten: Nicht etwa, dass endlich drei Punkte eingespielt wurden, nein, das erledigten die engagierten Jungs von Trainer Peter Salmik als mittlerweile eingeschworene Einheit (Foto: ice-wolf.de) nun bereits zum 12. Mal in Folge. Endlich war genau die Eishockeystimmung wieder zu spüren, die noch immer so viele in der Stadt fasziniert. Gesänge peitschen durch die schweinekalte Halle und die Mannschaft nach vorne, gegnerische Spieler wurden charmant geschmäht ("Hässlicher Torwart"), der Schiri höflich besungen ("***") und man selbst gnadenlos abgefeiert ("Gegen Freiburg kann man mal verlieren!").


In der Franz-Siegel-Halle, erstmals in der Saison mit über 2000 Besuchern gut gefüllt, war gestern akuter Gute-Laune-Alarm! "Es war aufregend für die Jungs, weil plötzlich so viele Zuschauer da waren!", erklärte Salmik und war glücklich darüber, dass man den Tabellennachbarn mit dessen eigenen Waffen, einem aufwendigen Oberliga-Speedhockey, bezwingen konnte. Überragende Spieler im Team der Wölfe waren erneut Petr Mares mit einem Hattrick und drei Vorlagen, Weltmeister Tomas Kucharchik (4 Vorlagen) sowie Doppeltorschütze Chris Billich. Ein Sonderlob heimste sich zudem Kapitän Patrick Vozar ein, der sein bestes Heimspiel der laufenden Saison bestritt und die Mannschaft unentwegt und vorbildlich nach vorne trieb. Und auch Daniel Ketter bekam den verbalen Schulterklopfer seines Coachs: "Daniel hat sich toll weiterentwickelt und steigert sich von Spiel zu Spiel. Er ist ein stiller Star unserer Mannschaft!"

Einziger Wehrmutstropfen war gestern Abend die Verletzung von Josef Kottmair ("Wir haben für ihn gewonnen!"; Petr Mares nach dem Spiel) , der in einem Zweikampf unglücklich an die Bande knallte und mit einem Schlüsselbeinbruch 5-8 Wochen pausieren werden muss.

Nach Spielende gab es dennoch kein Halten mehr und nach etlichen lautstarken Jubelarien und -inszenierungen (Salmik mimte den kegelnden Frings) feierten die Blau-Weiß-Roten noch bis lange in die Nacht hinein. Der Boden für eine ausgelassene Party am kommenden Freitag im 4000er-Spiel gegen Hannover jedenfalls ist bestens bereitet.

Randgeschichte: Klostersees Kanadier Jonathan Hobson, Deutschlands einziger Sportprofi mit schnittigem Porno-Schnurrbart, wollte Freiburgs Star Petr Mares an die Wäsche, kassierte einen Wums auf die Ömme und kugelte sich selbst, beim eigenen Versuch einen Fausttreffer zu landen, die Schulter aus. Aua!

Mehr dazu:

Spielbericht auf Wölfe-Online
Nächstes Wölfe-Spitzenspiel

Pressekonferenz Wölfe-Klostersee 7:4: