Glückssache

11 Dinge in Freiburg, die klasse sind, wenn sie gut laufen und katastrophal, wenn nicht

fudder-Redaktion

Es gibt Dinge, die immer gut sind. Zerlaufener Käse zum Beispiel. Und dann gibt es Dinge, die super sind, wenn sie gut laufen – und schrecklich, wenn sie schlecht laufen. Eine Liste mit Freiburg-Beispielen.



1. Seen

In den ersten heißen Sommertagen des Jahres sind sie The Place to Be: Flückiger See, Opfinger See oder Dietenbachsee. Das Gras ist noch schön grün und dicht, das Wasser im See klar und rein. Schlagartig anders wird es, wenn der Regen ausbleibt oder die Hitze zunimmt. Das Gras wird braun, das Wasser kippt. Igitt! Was auch passieren kann: Du entspannst dich gerade mit einem Buch auf der Wiese – und wirst plötzlich von schwarzem Rauch umhüllt, weil deine Nachbarn grillen.

2. Badisch

Badisch schwätze ist für jene, die es können und damit aufgewachsen sind, einfach, angenehm und irgendwie heimelig. Man kann einfach ein locker-flockiges "isch" babbeln, anstatt das Sprechorgan zu zwingen, ein hartes "ist" zu artikulieren. Beim Date mit einem Nicht-Badener oder -Badenerin oder an der Uni kann der Dialekt nicht immer so gut ankommen. Und: Unsymbadisch ist es, wenn aufgrund des Dialekts irgendeine Form der Ausgrenzung stattfindet – egal in welche Richtung.

3. Freiburgs Größe

In der Innenstadt kann man alle Wege problemlos laufen, ansonsten kommt man sehr gut mit dem Fahrrad durch die Stadt. Für viele Freiburg-Liebhaber hat die 230.000-Einwohner-Stadt die perfekte Größe – nicht zu groß, nicht zu klein. Das ist gut. Aber manchmal auch langweilig und eintönig, wenn man immer wieder dieselben Leute auf der Straße sieht, in dieselben Restaurants geht oder zum Xten Mal in dieselben Clubs und Bars zieht.

4. Fahrrad fahren

Dreisamradweg, Blaue Brücke oder eine der vielen Fahrradstraßen: Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen durch Freiburg zu radeln, macht Spaß. Aber wehe, die Temperaturen steigen über die 30-Grad-Marke oder es regnet oder ist glatt. Du schwitzt und keuchst vor dich hin, deine Klamotten werden durchnässt – oder landest auf dem Allerwertesten. Fahrradfahren kann auch ganz schön atzend sein! Fahrradfahrer selber manchmal aber auch – wenn sie die Verkehrsregeln nicht beachten.

5. Bächle

Im Sommer sind sie schön anzuschauen und bringen eine erfrischende Abkühlung für die Füße: Freiburgs Bächle. Für Kinder sind sie eine Art Beschäftigungstherapie. Gar nicht lustig wird es aber, wenn man eines der Bächle übersieht und hineinstolpert. Das kann ganz schön wehtun – und die heraufbeschworene Heirat mit dem Freiburger oder der Freiburgerin muss dann auch nicht sein.

6. Freiburgs Lage

Der Schwarzwald vor der Haustür, die Weingegenden am Kaiserstuhl und das Markgräflerland gleich um die Ecke und auch die Grenze zu Frankreich und die Vogesen sind nicht weit entfernt. Freiburg liegt in einer der schönsten Ecken Deutschlands. Wie sagt man so schön? Wohnen, wo andere Urlaub machen. Wenn man dann aber selber mal Urlaub machen möchte, dann kommt einem schon der Trip in die Hauptstadt vor wie eine Weltreise. Mal ehrlich, Freiburg liegt ganz schön abgeschieden.

7. Schwimmbäder

Früh aus der Arbeit oder der Uni raus, um dann noch entspannt ein paar Bahnen im Loretto- oder Strandbad zu ziehen, bevor die After-Work-Meute kommt? Fehlanzeige! In den kleinen Becken im Lorettobad ist es ohnehin sehr schnell voll – oder das Wasser so kalt, dass man gleich wieder raus will. Wer seinen Sport doch durchzieht und auf eine Schnellschwimmerbahn wechselt, der wird vielleicht über den Haufen geschwommen.

8. Platz der Alten Synagoge

Der Platz der Alten Synagoge hat sich schnell zum Lieblingstreffpunkt von halb Freiburg gemausert. Und es stimmt ja auch – in den Abendstunden taucht ihn die Sommersonne in ein wunderschönes Licht. Dann braucht es nur eine Limonade oder ein Bierchen und ein paar nette Leute, um dort einen tollen Abend zu verbringen. Aber irgendwann weiß man nicht mehr, wo man sich noch hinsetzen soll. Denn es wird nicht nur schnell voll, sondern vor allem dreckig. Und die netten Sitzgelegenheiten unter den Bäumen verwechselt auch so mancher mit einem Mülleimer für Dönerüberreste oder Zigarettenkippen. Das Ausmaß ist am besten morgens zu sehen, wenn die Kehrmaschine noch nicht da war.

9. Münstermarkt

Im April gibt’s Spargel, im Juni Erdbeeren, im September Neuer Süßer, im Winter unbekanntes Gemüse zu entdecken: Ein Ausflug auf den Münstermarkt kann inspirierend sein, für Touristen ist er gar ein Muss. Das ist aber auch das Problem: Wer am Samstag nach 11 Uhr dorthin pilgert, der muss die Ellbogen ausfahren. Denn zwischen Münsterwurst-Fans, Touristen und Marktbummlern kann der Wocheneinkauf auch mal stressig werden.

10. Der Ruf als Green City

Solaranlagen, Vakuumtoiletten, Fahrradstraßen – Freiburg hat nicht deutschland-, sondern weltweit den Ruf, eine Green City zu sein. Auch die Freiburger selbst geben sich gerne umweltbewusst. Manchmal kann das aber auch anstrengend sein. Denn schlussendlich sollte immer noch jeder selbst entscheiden dürfen, ob er nun Vegetarier, Veganer oder eben Fleischesser sein möchte oder seine Klamotten lieber neu bei H&M kauft, statt auf dem Flohmarkt. Diskutieren, gerne, missionieren, nein danke!

11. Zelt-Musik-Festival

Sommer, Sonne, Musik: Für Freiburger ist das ZMF vom Sommer gar nicht wegzudenken. Egal ob ein bekannter Altrocker das große Zirkuszelt füllt oder eine unbekannte Indieband das Spiegelzelt rockt – das ZMF lässt Freiburger Herzen höher schlagen. Nicht gut wird’s aber, wenn es regnet oder gar gewittert und das Festivalgelände geräumt werden muss. Nach tagelangem Regen und matschigem Boden vergeht selbst abgehärteten Freiburger Outdoor-Freaks die Lust am ZMF.

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