1000 Zeichen Liebe: Helene Fischer

Marius Buhl

30 Jahre alt wird Helene Fischer heute. Als Schlagersängerin, als deutscher Männertraum, als Integrationsfigur verkörpert die 1,58 cm kleine Blondine das neue Deutschland. Grund genug, sich einmal zu fragen: Wie gut ist diese Frau eigentlich? 1000 Zeichen Liebe:



Früher habe ich Helene gehasst. Ich hasste die Musik, ich hasste ihre Stimme, ich hasste ihre Makellosigkeit. Inzwischen liebe ich Helene. Gründe? Da ist ihr Freund, Florian Silbereisen. Seit er mit Helene zusammen ist, hört, sieht, liest man nichts mehr von ihm: überall Helene.


Dann sind da die Weltmeister: Wie ich las, hörten die den Kassenschlager "Atemlos" vor jedem Spiel. Helene ist die Weltmeistermacherin. Zudem ist sie die deutsche Integrationsfigur. Seit ihr Vorgänger, der "Deutsche Michel" (den Joseph Eiselein 1840 "das ganze schwerleibige deutsche Volk" nannte) 2006 mit hurra-patriotischer Verve aus dem Amt gekickt wurde, war die Stelle vakant. Helene kam, sah und integrierte. Apropos Integration: Auch für die Russland-Deutschen ist Helene (in Sibirien geboren) ein Türöffner, eine, die ankommen lässt: bei uns, im schönen neuen Deutschland, wo gar Schlager jetzt hip ist.

Wie gesagt: Ich liebe Helene. Reicht noch nicht? Einen hab' ich noch: Sie ist wirklich sehr attraktiv.

Liebe oder Hass

Liebe oder Hass ist unser neuestes Blog, in dem wir regelmäßig Menschen, Dinge, Vorgänge oder Tatsachen vorstellen, die wir entweder besonders lieben oder besonders hassen. Helene Fischer ist ein guter Beginn für diese Serie. Als gehypte Schlagersängerin polarisiert sie: Manche lieben, manche hassen sie.

Wir wollen uns dabei stets kurz fassen: 1000 Zeichen müssen genügen. Mit der Beschränkung auf eine Zeichenzahl reihen wir uns ein in eine Liste großartiger anderer Projekte: 1000zeichen.de aus Berlin sowie die in den Neunzigern in der Lifestyle-Zeitschrift "Tempo" erschienene Kolumne "100 Zeilen Hass" von Maxim Biller.

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