10 Tipps, wie Du Dein Studium schaffst

Julia Wadle

Du bist Ersti, was so viel heißt wie: Deine nächsten Jahre könnten die Hölle werden - oder ziemlich easy. Je nachdem, wie Du's anstellst. Was Du wissen musst, damit Dein Studium hinhaut:



1. Verpass nicht die Anmeldefrist für Prüfungen!



In vielen Studiengängen musst Du Deine Prüfungen in den ersten Wochen des Semesters online anmelden. Welche Prüfungen das sind, steht in der Studienordnung. Wenn Du die Frist versäumst, hast Du nur in Ausnahmefällen die Möglichkeit, Dich nachzumelden.

Verpasst Du die Anmeldung, kannst Du Dir in dem betreffenden Kurs keine Note anrechnen lassen und musst das Modul in einem anderen Semester besuchen. Wenn Du aber für die Prüfung angemeldet bist, kannst Du Dich nicht mehr abmelden und fällst durch, falls Du die Leistung nicht erbringst.

2. Sei nicht zu wählerisch beim Essen



Bestimmt hast Du schon vor Deinem Studienbeginn Horrorgeschichten gehört von dem schlechten Essen in der Mensa. Häufig ist das übertrieben, bei mehreren Tellergerichten und Büfett findest auch Du etwas – ob Du jetzt Vegetarier, Veganer oder Fleischliebhaber bist. Selbst wenn es Dir mal nicht so schmeckt: Die Mensa als sozialer Treffpunkt nach einer anstrengenden Vorlesung ist günstig und macht satt.

3. Prokrastiniere – aber richtig!



Prokrastination, oder auch: Aufschieberitis, ist der Zustand, in dem Du Lust auf alles hast - außer aufs Lernen. Am Anfang des Semesters ist das meist noch kein großes Problem, aber wenn die Abgabefrist für Referate, Essays und Hausarbeiten naht, wächst Deine Panik. Damit Du nicht wieder abends um 11 mit dem Schreiben anfängst, solltest Du schon im Vorfeld planen, was Du an welchem Tag erledigen wirst.

Wichtig: Bleib realistisch! Eine Hausarbeit schreibst auch Du nicht in einer Nacht. Zusätzlich hilft es sich, wenn Du Dich selbst für die Arbeit belohnst – zum Beispiel mit einem Kinobesuch nach einem anstrengenden Lerntag. Auch Freunde, die Dir wegen Deiner Aufschieberei ein schlechtes Gewissen machen, sind Gold wert.

4. Wie Du trotz Kater in der Uni sitzt



Klar, im Vorfeld was Fettiges essen und viel Wasser trinken. Morgens heißt es dann als Sofortmaßnahme: Wasser, Mineralstoffe und Sauerstoff. Ein Glas leicht gesalzenes Wasser bringt Deinen Körper in Schwung, dazu je nach Magenproblemen ein Frühstück.

Auch wenn ein Kaffee gegen Deine Müdigkeit helfen würde, solltest Du besser darauf verzichten, weil er Deinen Magen reizt. Bei einem kleinen Spaziergang zur Uni wird Dein Kopf klarer und Du stehst auch die Vorlesung um 8 Uhr durch.

5. Rabatte, Rabatte, Rabatte



Als Student ist das Geld meistens knapp. Statt aber deswegen nur zu Hause zu sitzen, kannst Du dank Studentenrabatten viel erleben. In Freiburger Theatern, Kinos und Museen gibt es für Studierende Vergünstigungen oder freien Eintritt. Auch in Konzerte, Lesungen und Poetry-Slams kommst Du mit Studierendenausweis oft günstiger rein.

6. Wie Du am besten lernst



Wenn Du vor einem riesigen Berg an Stoff für die Klausuren sitzt und nicht weißt, wie Du das alles lernen sollst, ist eines besonders wichtig: Pausen. Niemand kann 16 Stunden am Tag lernen. Eine Dreiviertelstunde konzentriert zu arbeiten und dann eine Viertelstunde Pause zu machen, ist effektiver, als eine Stunde lang zwischendurch immer wieder aufs Smartphone zu schielen.

Um die Motivation zu fördern, hilft es, in der Gruppe zu lernen und über das Gelernte zu diskutieren. Denn wer auf verschiedene Arten das Gelernte durch Probeaufgaben, Beispiele oder Abfragen wiederholt, behält es besser. Auch Karteikarten, Eselsbrücken und Zusammenfassungen können Dir beim Lernen helfen.

7. Die Kunst des Trunkierens



Früher waren es Zettelkästen, heute sind es Online-Suchmaschinen – anstrengend und zeitaufwendig ist die Literaturrecherche trotzdem. Was Dir im Online-Katalog der Uni-Bibliothek helfen kann, sind Trunkierungen. Dabei gibst Du den Beginn eines Wortes ein und setzt daran ein Sternchen. Das steht für eine beliebige Zahl an Buchstaben. So kannst Du beispielsweise unter dem Suchwort „Sprach*“ Suchergebnisse für „Sprachanalyse“, „Sprachgeschichte“ und „Sprachgebrauch“ finden.

8. Friedliches Zusammenleben in der WG



Ein Putzplan ist für das friedliche Zusammenleben essentiell. Am einfachsten ist es, wenn ihr alle zusammen aufschreibt, was getan werden muss und die Dienste wöchentlich wechselt. Besonders in der Küche kann es bei schimmelnden Lebensmitteln im Kühlschrank oder dem Mount Everest aus dreckigem Geschirr zu Streit kommen. Dann heißt es: darüber reden. Und das nicht erst, wenn es seit Wochen schmutzig ist, sondern gleich.

9. Wenn die Panik wächst



Prüfungspanik kennst Du vielleicht noch vom Abitur: Schwitzige Hände, Herzklopfen, Hibbeligkeit und Angst. Zur Beruhigung kannst Du Dir alle möglichen Prüfungsthemen aufschreiben und nach dem Lernen durchstreichen.

So hast Du zur Selbstversicherung einen „Beweis“, dass Du gelernt hast und gut vorbereitet bist. Wenn der Druck aber zu groß wird, kannst Du Dich an die kostenlose psychologische Beratung des Studierendenwerks wenden oder in eine psychotherapeutische Praxis gehen.

10. Die Wände leben



Schimmel ist in WGs und kleinen Studentenbuden leider keine Seltenheit. Gerade bei Wohnungen im Souterrain oder bei schlecht isolierten Wänden können sich die Schimmelpilze schnell ausbreiten. Dagegen hilft es, verdünnten Essig oder 70-prozentigen Alkohol auf die Stelle aufzutragen. Geht es damit nicht weg, sollte ein Spezialist den Schimmel entfernen und Du selbst den Vermieter informieren.

Diese Tipps sind inspiriert von dem Ratgeber:



Philipp Appenzeller/Rieke Kersting (Hg.)
Endlich Studium! Das Handbuch für die beste Zeit deines Lebens
rap, 2012, Stegen-Eschbach
14,90 Euro
ISBN: 978-3942733069

Verlosung

fudder verlost drei Exemplare des Ratgebers "Endlich Studium!" Um an der Verlosung teilzunehmen, schick einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Endlich Ersti", Deinem Namen und Deiner Adresse an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Mittwoch, 21. Oktober 2015, 9 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail informiert und können die Exemplare in unserer Redaktion in der Bertoldstraße 7 abholen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Teilnahmeberechtigt ist nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Eltern können für ihre Kinder teilnehmen.

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[Fotos: via Giphy, rap]