10 Tipps für die Museumsnacht Basel

Manuel Lorenz

Eine interaktive Ausstellung für Herrchen/Frauchen und Hund, ein Faltworkshop beim Freiburger Faltmeister Joan Sallas, eine Wunderbeerenverköstigung - und jede Menge Party: All das und mehr gibt es am Freitag während der Basler Museumsnacht. Und damit ihr euch in den 32 Museen nicht verliert, sagen wir euch, was ihr auf keinen Fall verpassen dürft:



Ausstellungsraum Klingental
: Der Ausstellungsraum Klingental ist auf den Hund gekommen ... hihi. Wer einen Hund besitzt, kann ihn mitbringen und ihn einen Agility-Parcours durchlaufen lassen, den Künstler vor Ort geschaffen haben. Das Ganze wird dann fotografiert und auf Video aufgenommen und wieder zu Kunst verarbeitet. Profifotografen porträtieren Hundehalter mit ihrem Hund; Kurzvorträge bieten Grundlage für Diskussionen zum Thema Hund. Hundekuchen für die Herrchens und Frauchens gibt es unseres Wissens nach nicht.


Cartoonmuseum Basel: Ein Abstecher ins Cartoonmuseum lohnt immer - vor allem in der Museumsnacht. Wenn's da nur nicht immer so voll wäre ... Extra für jene Nacht verlegen Künstler des Zürcher Underground-Comicmagazins "Strapazin" ihr Atelier nach Basel und zeichnen live vor Ort. Außerdem bringt der Stummfilmmusiker Günter Buchwald Animationsfilmklassiker zum Klingen (über den haben wir schon mal berichtet). Essen und Trinken - unter anderem Suppenshots - liefert die hippe Basler Suppenbar so'up.

Fondation Beyeler: Die Fondation Beyeler ist fudders Lieblingsmuseum in Basel ... äh ... Riehen - und zwar aus einem ganz oberflächlichen Grund: wegen des tollen Renzo-Piano-Baus nämlich (Zen-Buddhismus FTW!). Zur Zeit werden darin ja jene pastellfarbenen Ballettbilder von Edgar Degas ausgestellt, die leider allzu viele Kneckebrotdosen und Regenschirme zieren. Faszinierend sind sie trotzdem, vor allem live.

Passend dazu wird ein großes Tanzprogramm aufgefahren, das aus Performances und Workshops besteht: Eugénie Rebetez präsentiert Auszüge aus ihrer one-woman-show „Gina“, Tanzperformer Tarek Halaby (Bild unten) macht einen interaktiven Workshop zum Mitmachen. Außerdem spricht Richard Wherlock, der Choreograph und Ballet-Direktor des Theaters Basel mit Michiko Kono, dem Associate Curator der Degas-Ausstellung.



Museum für Musikautomaten: Im Zuge der Re-Schallplattisierung der Welt werden immer mehr auch andere alte Tonträger interessant. Von der Plattenspieldose Britannia über erste Fonografen bis zum Trichtergrammofon und zum Elektroplattenspieler: Im Museum für Musikautomaten werden in der Museumsnacht alte Hits aufgelegt - auf alten Platten aus Blech, Schellack und Vinyl.

Skulpturhalle des Antikenmuseums: Nachts entwickeln jene weißen Gipsabgüsse bekannter antiker Statuen eine besonders magische Ausstrahlung. Hach, die Skulpturhalle. Gut fürs Bildungs-ABC und optimal fürs erste Date. "Die Impronauten" spielen Improtheater, und das Catering ist ziemlich High Class.

Spielzeug Welten Museum: Im Spielzeug Welten Museum wird in der Museumsnacht gefaltet, was das Zeug hält. Der Freiburger Faltmeister Joan Sallas gibt Faltworkshops, vermittels eines Riesenservietten-Memorys kann man sein Gedächtnis testen und Horta van Hoye formt in einer Performance Gestalten und Figuren aus Papierrollen. Was die Schlangenfrauen auf dem Programm sollen, haben wir bislang nicht herausfinden können - irgendwas mit Körperfalten ...

Sportmuseum: Ins Sportmuseum - Wow! So was gibt's wirklich?! - sollte gehen, wer den Plan hegt, Sportjournalist zu werden - oder wer Sportjournalisten mal live erleben will - oder wer Schweizer Sportlern begegnen will. In der Museumsnacht darf sich da nämlich mal jeder an lebendigen Versuchsobjekten versuchen. Abgesehen davon im Angebot: "Fit mit Jack, Ausprobieren von historischen Sportgeräten, Führungen durchs Begehlager", so der Pressetext. Wir mögen den Teil mit den Sportjournalisten natürlich am liebsten - also den, wo man sich nicht so viel bewegen muss ...

Vitra Design Museum: Im Vitra Design Museum wird gerade 'Pop Art Design' ausgestellt, also Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Jasper Johns, Charles Eames, Ettore Sottsass und vielen mehr. Das Tolle: In der Museumsnacht kann man von sich ein Polaroid-Foto im Pop-Interieur machen lassen. Da stinkt Instagram ja mal so was von gegen ab ... Und: Vergesst nicht, euch die Hammer-Architektur der Feuerwache anzuschauen. Die stammt nämlich von der Start-Architektin Zaha Hadid.



Botanischer Garten der Uni Basel: Keine Ahnung, was Wunderbeeren sind. Aber irgendwie will man Früchte mit so 'nem Namen doch unbedingt probieren. Zu gut, dass der Botanische Garten der Uni Basel in der Museumsnacht eine Wunderbeerenparty veranstaltet. Kein Scherz.

Party: Gefeiert wird natürlich wieder auf dem Dreispitz-Areal - und zwar im Haus für Elektronische Künste. Dann in der Kuppel und im Nordstern. Und im SUD.

Wir empfehlen euch aber eine Party in der frisch eröffneten Bar Jägerhalle. Hinter den Plattentellern: der Freiburger tageins-Macher und DJ Agent Schwiech und das Basler DJ-Duo Clatch.

Mehr dazu:

Was: Museumsnacht Basel
Wann: Freitag, 18. Januar 2013, 18 Uhr bis 2 Uhr
Wo: Basel und Umgebung
Eintritt: 17 Euro; mit oberrheinischem Museums-Pass 8,50 Euro; für unter 25-Jährige gratis
  • fudder: http://fudder.de titel="">Fotos: Museumsnacht Basel 2012
[Bild 1: museumsnacht basel, 2012 © museumsdienste basel. Foto: Nicole Pont; Bild 2: Lukas Beyeler; Bild 3: Tom Wesselmann, Smoker Banner, 1971, Privatsammlung / Siegen © VG Bild-Kunst, Bonn 2012]