Studi-Zeit

10 Regeln für ein harmonisches WG-Leben

fudder-Redaktion

Wer bringt den Müll runter? Und wie oft wird geputzt? Renate Heyberger vom Studierendenwerk Freiburg gibt Tipps für ein stressfreies Zusammenleben in der Studi-WG.

Putzplan, Mülldienste oder Toilettenpapierkauf: Wie klappt das Zusammenleben zwischen Studierenden reibungslos? Renate Heyberger, stellvertretender Geschäftsführerin und Leiterin der Presse- und Sozialabteilung des Studierendenwerks Freiburg, gibt Tipps.


Kommunikation:

Der wichtigste Faktor, damit das WG-Leben klappt. Absprachen treffen, Probleme ansprechen, Regeln klären – ohne Kommunikation sind Konflikte vorprogrammiert. Und überhaupt: Ohne diskutieren, Meinungen austauschen oder einfach mal blödeln und Spaß haben, ist das Leben langweilig.

Sauberkeit:

Das Geschirr stapelt sich in der Spüle und auf dem Boden klebt immer noch die Tomatensoße von vorgestern. Das stört nicht alle, aber manche. Da hilft der gute alte Putzplan. Alle wissen, was zu tun ist und Ausreden haben keine Chance.
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Streiten:

Muss einfach manchmal sein. Aber damit kein Riesenknatsch daraus wird, sollte man einige Kommunikationsregeln beachten: Probleme klar ansprechen, zuhören und sich gegenseitig ausreden lassen, nicht beleidigend werden und die eigene Position reflektieren. Streite ich, weil mich mein Mitbewohner nervt? Oder weil ich recht haben will? Oder geht es um etwas anderes?

Festgefahrene Konflikte:

Wenn die Positionen verhärtet sind oder immer wieder die gleichen Konflikte hochkochen, kann man auch auf professionelle Unterstützung durch einen Mediator oder eine Mediatorin zurückgreifen, der als neutrale Person zur Schlichtung beitragen kann. Übrigens: Das Studierendenwerk bietet Mediationen in WGs an.

Zwischenmenschliches:

Zu viel zu tun, niemand hat Zeit, man trifft sich nur noch auf dem Flur – die WG lebt nicht. Da hilft nur eins: Initiative ergreifen, einen DIY-Tag zur Verschönerung der Wohnung oder einen Ausflug planen, einen wöchentlichen Kochabend organisieren. Oder einfach ein Bier trinken… Wetten, dass viele Konflikte dann gar nicht erst entstehen?

Mülltrennung:

Ein Minenfeld. Unzählige WGs sind dem Vernehmen nach daran zerbrochen, dass die Papiertüte im Restmüll, die Bananenschale im Gelben Sack oder die Plastikflasche in der Biotonne landet – oder daran, dass der erhobene Zeigefinger auf Verweigerung trifft. Auch da gilt: Darüber sprechen.

Party:

Wenn die Seminararbeit drängt und nebenan ständig Party ist, stößt die Toleranz an Grenzen. Eine Wohnung zu teilen, hat viele Vorteile. Aber das Zusammenleben erfordert manchmal auch besondere Rücksicht. Auch hier gilt: Reden. Erklären. Und eine Einladung zum Pizzaessen, wenn die Arbeit abgegeben ist.

Geld:

Wer ständig seinem Geld nachrennen muss, das er für Putzmittel, Toilettenpapier oder Dosentomaten ausgelegt hat, hat bald keine Lust mehr zum Gemeinschaftseinkauf. Am besten sofort klären, ob es eine Haushaltskasse geben soll, aus der Dinge bezahlt werden.
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Nebenkosten:

Heizen bei offenem Fenster, der Computer läuft durch und das Licht brennt auch dann, wenn keiner zuhause ist – wenn die Nebenkosten nicht nach persönlichem Verbrauch erhoben werden, ist man da manchmal etwas nachlässiger, oder? Energiespartipps, die es im Netz oder bei den Stadtwerken gibt, können da durchaus bewusstseinserweiternd wirken …

Rechtliches:

Auch das gehört zum WG-Leben. Der Mietvertrag. Da gibt es zunächst zwei Möglichkeiten: Entweder sind alle Bewohner/inne/ gleichberechtigte Mieter/innen oder es gibt eine/n Hauptmieter/in. Gibt es eine/n Hauptmieter/in muss darauf geachtet werden, dass im Vertrag die Kündigung einzelner Mieter/innen geregelt ist. Unterschreiben alle den Mietvertrag ist das Risiko für jeden einzelnen natürlich geringer. Auf der anderen Seite können sie auch nur gemeinsam kündigen.

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