1,5 Meilen unter dem Meer

Carolin Buchheim

Dass in der Tiefsee seltsame Kreaturen leben, dürfte jedem klar sein, der schon mal ein Foto eines Riesenkalmars gesehen hat. Noch ein Stück größer und noch sehr viel seltsamer sind Magnapinna, Langarm-Kalmare. Einer davon ist im vergangenen Jahr in 2500 Meter Tiefe im Golf von Mexiko an der Videokamera eines Untersee-Roboters vorbeigeschwommen. Hallo Unterwasser-Alien mit Ellenbogen! Verdammt beängsti...nein, schön, Dich zu sehen!



Das 25 Sekunden kurze, ruckelige Video der Begegnung gibt es zwar auf der Website des National Geographic, aufgenommen hat es allerdings ein ROV ("Remotely Operated Vehicle") von Shell. Der erste Impuls mag da sein, an eine Öl-Multi-fälscht-Unterwasserwesen-um-sein-Öko-Image-aufzubessern- Verschwörungstheorie zu glauben.


Tatsächlich arbeiten die großen Ölkonzerne schon seit 2003 zusammen mit dem britischen National Oceanography Centre Southampton im Rahmen des Serpent-Projekts daran, ROV-Aufnahmen der Ölkonzerne wissenschaftlich zugänglich zu machen und  auszuwerten. Auf der Website des Projekts gibt es viele tolle Videos und Fotos von seltsamen Unterwassertieren.

Wer noch mehr Kalmare sehen mag, dem sei auch noch diese Videosammlung empfohlen. Schön ist auch die National Geographic-Foto-Galerie Surprising Sea Animals Discovered in 2006.

Mehr dazu:

[via MeFi]